Großsteingrab von Katelbogen

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Großsteingrab von Katelbogen
Großsteingrab von Katelbogen (Mecklenburg-Vorpommern)
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Koordinaten 53° 50′ 16,1″ N, 11° 51′ 10,9″ OKoordinaten: 53° 50′ 16,1″ N, 11° 51′ 10,9″ O
Ort Baumgarten, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.
Sprockhoff-Nr. 370
Darstellung des Grabes von 1837

Das Großsteingrab von Katelbogen ist ein nordost-südwest orientiertes, 1966 von Ewald Schuldt ausgegrabenes und rekonstruiertes, trapezoides Ganggrab in einem rechteckigen Hünenbett, mit der Sprockhoff-Nr. 370. Die Anlage entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. als Megalithanlage der Trichterbecherkultur (TBK).

Die Anlage befindet sich in Baumgarten-Katelbogen bei Bützow im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern auf einem Feld, nördlich des Feldweges (Ausbau) zwischen den Orten Katelbogen und Qualitz in einer auffälligen Baumgruppe. Etwa 130 m weiter befindet sich das Großsteingrab von Qualitz unter einem Baum.

Von der relativ kurzen, rechteckigen Einfassung sind 22 der ursprünglich 36 Randsteine erhalten. Ursprünglich war die Kammer bis an die Decksteine innerhalb der Einfassung in dem aufgeschütteten Hügel verborgen. Die Anlage ist eines der gut erhaltenen Großsteingräber Mecklenburg-Vorpommerns. Von der etwa 8,0 m langen, 1,6 bis 1,8 m hohen und 1,8 bis 2,3 m breiten Kammer des Großsteingrabes sind alle 14 Trag-, fünf der sechs Decksteine und der komplette, im Südosten gelegene, etwa drei Meter lange Gang mit zwei Schwellensteinen, sechs Trag- und zwei Decksteinen erhalten. Am inneren Übergang zur Kammer ist eine komplette Verschlußeinrichtung mit Kulissenführung und von oben einschiebbarer Türplatte erhalten. Die Diele besteht aus Rollsteinen, geglühtem Feuerstein und Lehmestrich. Die archäologische Untersuchung ergab, dass die Anlage durch die Träger der Kugelamphorenkultur nachgenutzt worden ist.

Neben Holzkohle, zwei menschlichen Schädeln und 127 Scherben fanden sich 22 Querschneider, zwölf doppelkonischen Gefäße, zehn Klingen, sechs Schüsseln, fünf hohe Töpfe, fünf Bernsteinperlen (vier doppelaxtförmig[1]), vier Schlagsteine, drei weitmündige Gefäße, zwei Bohrer, ein Flachbeil, ein dicknackiges Beil, eine Trichterschale, ein Schultergefäß und eine Kugelamphore.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luise Lorenz: Keramiklaufzeiten und die Nutzungsdauer nordostdeutscher Megalithgräber. In: Martin Hinz, Johannes Müller (Hrsg.): Siedlung, Grabenwerk, Großsteingrab. Studien zur Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt der Trichterbechergruppen im nördlichen Mitteleuropa (= Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung. Band 2). Rudolf Habelt Verlag, Bonn 2012, ISBN 978-3-7749-3813-7, S. 61–86 (Online).
  • Ewald Schuldt: Das Ganggrab von Katelbogen, Kreis Bützow. In: Bodendenkmalpflege in Mecklenburg. Jahrbuch 1967. 1969, S. 79–103.
  • Ewald Schuldt: Die mecklenburgischen Megalithgräber. Deutscher Verlag der Wissenschaft, Berlin 1972.
  • Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 2: Mecklenburg – Brandenburg – Pommern. Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1967, S. 22–23.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Verbreitungsgebiet dieser Perlenform beschränkt sich auf die Nordgruppe und den östlichen Teil der Westgruppe der TBK mit Schwerpunkt auf Nordjütland und Mecklenburg-Vorpommern, wo sie überwiegend aus Megalithgräbern stammen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]