Guilladjé

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Landgemeinde Guilladjé
Landgemeinde Guilladjé (Niger)
Landgemeinde Guilladjé
Landgemeinde Guilladjé
Koordinaten 12° 37′ N, 2° 55′ OKoordinaten: 12° 37′ N, 2° 55′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Falmey
Fläche 900 km²
Einwohner 28.156 (2012)
Dichte 31,3 Ew./km²

Guilladjé (auch Guiladjé und Guillagué) ist eine Landgemeinde im Departement Falmey in Niger.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guilladjé liegt in der Sahelzone und erstreckt sich über eine Fläche von 900 km2.[1] Die Nachbargemeinden sind Kankandi im Norden, Gollé im Osten und Falmey im Süden und Westen. Das Gemeindegebiet ist in 25 administrative Dörfer und 66 Weiler gegliedert.[2] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Guilladjé.[3]

Das Wadi Dallol Bosso durchquert die Gemeinde von Norden nach Süden. Zahlreiche permanente und semipermanente Teiche (mares) bilden einen Kreis von Westen nach Osten. Das Landschaftsbild ist von Ebenen und Hochebenen geprägt. Die Regenzeit dauert von Mai bis September, die Trockenzeit von Oktober bis April.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde Guilladjé entstand als Verwaltungseinheit 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus einem Teil des Kanton Birni N’Gaouré/Boboye. Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Boboye, sondern zum neugeschaffenen Departement Falmey.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Guilladjé 20.955 Einwohner.[6] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 28.156.[7] Die Bevölkerungsmehrheit stellen Fulbe und Zarma,[8] ferner leben Angehörige der Volksgruppen der Hausa und Tuareg in der Landgemeinde.[1]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bevölkerung lebt vor allem von Ackerbau und Viehzucht. Erträgnisse liefern Hirse, Sorghum und Reis, der in den Niederungen angebaut wird. Von besonderer Bedeutung in Guilladjé ist die Geflügelzucht. Außerdem werden Rinder, Schafe, Ziegen und Esel gehalten.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Plan de développement communal 2015–2019. Commune rurale de Guilladjé, Dezember 2014, S. 2, abgerufen am 27. Dezember 2015 (PDF, französisch).
  2. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  3. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  4. a b Plan de développement communal 2015–2019. Commune rurale de Guilladjé, Dezember 2014, S. 6, abgerufen am 27. Dezember 2015 (PDF, französisch).
  5. Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei [abgerufen am 28. Januar 2014]).
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  7. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  8. Présentation de la commune de Guilladjé. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 16. April 2012.