Guillaume Paoli

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Guillaume Paoli (* 1959) ist ein deutschschreibender französischer Schriftsteller und Philosoph. Er lebt seit 1992 in Berlin.

Leben, Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der 1990er errang Paoli einen gewissen Grad an Bekanntheit als Theoretiker der „Glücklichen Arbeitslosen“[1] und Mitherausgeber ihrer Zeitschrift „müßiggangster“. 2003 machte er sich als „Demotivationstrainer“ selbständig. Von 2008 bis 2013 war er im Leipziger Centraltheater als „bundes- und vielleicht weltweit erster Hausphilosoph“ eingestellt. Dort leitete er die „Prüfgesellschaft für Sinn und Zweck“ und betrieb eine rege besuchte „philosophische Praxis“. Heute ist er als freier Publizist und Vortragender tätig. 2016 war er am Kapitalismustribunal in Wien beteiligt.[2]

Seine Schriften befassen sich u.a. mit Faulheitstheorie, Antiökonomie, Anthropologie, Sozialgeschichte, Bienenforschung, Liberalismuskritik, Architektur, Theater und Rekonstruktion.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wider den Ernst des Lebens. In: Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit. Matthes & Seitz, Berlin 2013, ISBN 978-3-88221-035-4.
  • Wozu Denkmale? In: Leipziger Blätter. Ausgabe 60, Frühjahr 2012.
  • Gesamtkunstwerk Gaddafi. In: Edit. # 56, Leipzig 2011.
  • Wider das Projekt. In: Barbara Gronau, Alice Lagaay (Hrsg.): Ökonomien der Zurückhaltung. Transcript, 2010.
  • Willkommen in Bobocity. In: scheinschlag – berliner stadtzeitung. Ausgabe 06/2007. (online auf: scheinschlag.de)
  • Technik der Zombifikation. In: Reinigungsgesellschaft, The social engine, exploring flexibility. SoYAA, Budapest/ Weimar 2007.
  • Wir sind die Verbrecher. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. November 2006.
  • Kann uns der Staat von der Arbeit retten? In: Der Freitag. 27. Januar 2006. (online auf: freitag.de)
  • Entlasst die Experten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 19. April 2005. (online auf: faz.net)
  • Das Winner-Loser-Verhältnis. In: Schritte zur Flucht von der Arbeit zum Tun. Walther König, Köln 2004, ISBN 3-88375-817-5.
  • Die Hinterbliebenen. In: Rudolf Maresch, Florian Rötzer (Hrsg.): Renaissance der Utopie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-12360-2.
  • Lasst euch nicht gehen. In: Carl Hegemann (Hrsg.): Erniedrigung genießen. Alexander Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89581-065-7.
  • Wird die Menschheit dümmer als Maschinen? In: Frank Schirrmacher (Hrsg.): Die Darwin AG. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001, ISBN 3-462-03008-6.

Interviews[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nutzlos und anachronistisch. mit Daniel Thalheim in l-iz, 2012[3]
  • VEB Sinn und Zweck. mit Michael Angele, Der Freitag, 2009[4]
  • Philosophie ist zu wichtig, um Akademikern überlassen zu werden. mit Thyra Veyder-Malberg, und Johanna Lemke in Kreuzer, 2008[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Manifest der Glücklichen Arbeitslosen
  2. Guillaume Paoli: Verteidigung ist die beste Anklage. In: Haus Bartleby (Hg.): Das Kapitalismustribunal, Zur Revolution der ökonomischen Rechte (Das rote Buch). Herausgegeben von Alix Faßmann, Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp. Übersetzt von Corinna Popp, Viktor Kucharski, Anselm Lenz. Haus Bartleby e.V., Wien: Passagen Verlag 2016, ISBN 978-3-70920-220-3, S. 49-53.
  3. Nutzlos und anachronistisch, Interview, l-iz, 2012
  4. VEB Sinn und Zweck, Interview, Freitag, 2009
  5. Interview, Kreuzer, 2008