Florian Rötzer

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Florian Rötzer (* 20. Dezember 1953 in Landshut) ist ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rötzer studierte in München Philosophie. Er ist Mitgründer und Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis[1]. Bevor er 1996 beim Heise-Verlag Redakteur wurde, arbeitete Rötzer als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien.

In der Zeitschrift Kunstforum International hat Rötzer mehrere Bände herausgegeben, darunter „Kunst und Philosophie“, Band 100 (1989), „Von der Utopie der kollektiven Kunst“, Band 116 (1991), „Das neue Bild der Welt“, Band 124 (1993), „Die Zukunft des Körpers“ I und II, Band 132 (1995) und Band 133 (1996), „Kunst und Krieg“, Band 165 (2003).

Rötzer ist Herausgeber der Telepolis-Buchreihe beim dpunkt.verlag sowie der Telepolis-ebooks.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller zur russischen Einflussnahme im US-Wahlkampf 2016 diene laut Rötzer, „um innenpolitisch am Ast von Donald Trump zu sägen, der letztlich ursprünglich nur eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland anstrebte“. Aus Rötzers Sicht habe es sich um „relativ kleine Einmischung“ gehandelt, deren Bedeutung übertrieben werde, um „die Konfrontation mit Russland“ zu verschärfen.[2]

Nachdem im Februar 2018 erneut eine in Syrien gestartete Drohne in den israelischen Luftraum eingedrungen war, schrieb Rötzer: "Möglicherweise hatte sie unbeabsichtigt die Grenze überflogen".

Als das Mullah-Regime im Januar 2018 behauptet, die Proteste im eigenen Lande seien von CIA, Mossad und Saudi-Arabien gesteuert, pflichtet Rötzer bei: „Unwahrscheinlich ist nicht, dass die Geheimdienste der drei Länder Pläne ausgebrütet haben, den Iran zu destabilisieren oder auch einen Regime Cange anzuschieben.“[3]

„Von dem Abschuss der MH17“ habe, so Rötzer, vor allem die Ukraine „politisch, wirtschaftlich und militärisch profitiert“.[4]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autor Florian Rötzer. In: Telepolis. (Memento vom 16. April 2011 im Internet Archive)
  2. https://www.heise.de/tp/features/Russische-Einmischungsoperation-wird-zu-einem-Monstrum-aufgeblasen-3972562.html
  3. https://www.heise.de/tp/features/Iran-verweist-auf-die-ueblichen-Verdaechtigen-CIA-und-Mossad-3934761.html
  4. https://www.heise.de/tp/features/MH17-Kehrtwende-bei-der-Untersuchung-des-Abschusses-3929172.html?seite=2
  5. SONJA ZEKRI: Unterwegs nach Suburbia. Florian Rötzer errichtet die Telepolis auf den Ruinen der Logik - Rezension in der FAZ vom 22.01.1996
  6. FRIDTJOF KÜCHEMANN: Netzwissen vom Bewohner der ersten Stunde. Florian Rötzer hängt sein Ein- und Überblicksbuch "Megamaschine Wissen" an den großen Themen des Web auf. - Rezension in der FAZ vom 8. Januar 2001
  7. Sicherer und verletzlicher, in: FAZ vom 12. Februar 2016, S. 10.