Gustav (Schiff)

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Gustav
Der Dampfschlepper Gustav dient heute als Ausflugsdampfer

Der Dampfschlepper Gustav dient heute als Ausflugsdampfer

Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
andere Schiffsnamen

Auguste

Schiffstyp Fahrgastschiff
Heimathafen Potsdam
Eigner Schiffahrt in Potsdam
Bauwerft Gebr. Wiemann in Brandenburg an der Havel
Stapellauf 1908
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
32,60 m (Lüa)
Breite 6,10 m
Tiefgang max. 1,09 m
 
Besatzung 3
Maschinenanlage
Maschine Stehende Dreifach-Expansionsmaschine, umsteuerbar
Maschinen-
leistung
250 PS (184 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
6 kn (11 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 55
Sonstiges

Der dampfbetriebene Schlepper Gustav wurde 1908 von der Werft der Gebr. Wiemann in Brandenburg an der Havel gebaut. Nach Umbauten 1976 und einem totalen Wiederaufbau 2000/2001 dient er der Weißen Flotte Potsdam als Ausflugsdampfer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dampfschlepper wurde von der Hamburger Reederei Schmeil & Friedrich [1] in Auftrag gegeben und 1908 als Auguste mit einer Länge von 26,50 m, einer Breite von 5,10 m und einem Tiefgang von 1,10 m in Betrieb genommen. Die Dampferzeugung erfolgte in einem Zylinderkessel mit zwei Flammrohren. Die Dreifachexpansionsmaschine hatte eine Nennleistung von 250 PS.

Die Auguste wurde vom Reeder Gustav Thiele aus Lehnin in Brandenburg als Nachfolger für seinen kleineren Schlepper Gustav gekauft und in Gustav umbenannt. Im Jahr 1976 ließ Thiele den Dampfer mittschiffs verlängern, um zwischen dem Maschinen- und Kesselraum zusätzliche Kohlebunker unterbringen zu können. Damit verdoppelte sich die Reichweite ohne Nachbunkern und das Schiff war nun 32 Meter lang sowie 6 Meter breit.

1987 verkaufte Thiele die Gustav an den Abwrackbetrieb Hans Möritz in Berlin-Spandau. Aufgrund der guten Substanz des Schiffskörpers und seiner Antriebstechnik erfolgte durch Hans Möritz eine umfangreiche Restaurierung und im August 1989 wurde der Dampfer wieder zu Wasser gelassen.

Der Dampfschlepper Gustav und die Glienicker Brücke

Weisse Flotte Potsdam (2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ersatz für den gecharterten Dampfer Sachsenwald, der seit 1995 auf der Havel im Dienst war und 2000 von Potsdam nach Pirna zurückgegeben wurde, erwarb die Weisse Flotte Potsdam von Möritz die Gustav. Sie wurde am 16. Mai 2000 von Spandau nach Potsdam überführt. Als die Sachsenwald ihre Heimreise nach Pirna antrat, bildete sie mit der Gustav einen Schubverband. Die Gustav wurde auf dem Weg nach Parey an der Elbe zur Schiffswerft Bolle geschoben. Hier wurden restliche Arbeiten durchgeführt und seit 2001 ist sie für die Weisse Flotte Potsdam im Einsatz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gustav (Schiff) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Gustav – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angaben zur Geschichte