Guttaperchabaum

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Guttaperchabaum
Guttaperchabaum (Palaquium gutta)

Guttaperchabaum (Palaquium gutta)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Sapotengewächse (Sapotaceae)
Gattung: Guttaperchabäume (Palaquium)
Art: Guttaperchabaum
Wissenschaftlicher Name
Palaquium gutta
(Hook.f.) Baill.

Der Guttaperchabaum (Palaquium gutta) ist eine tropische Laubbaumart aus der Gattung der Guttaperchabäume in der Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae). Bekannt ist der Baum für seinen eingetrockneten Milchsaft, das Guttapercha (malaiisch: getah „Gummi“, percha „Baum“).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guttaperchabäume sind mittelgroße, immergrüne Bäume, die Brettwurzeln ausbilden und eine Höhe von etwa 20 bis 25 Metern und einen Stammdurchmesser von 60 bis 120 Zentimetern erreichen. Das Holz ist faserig, schwammartig weich und hell gefärbt mit schwarzen, Milchsaft führenden Gängen. Der Milchsaft ist grau, teilweise mit rosaroter Tönung. Die Blätter spiralig angeordnet, ungeteilt, verkehrt eiförmig bis länglich-oval und 15 bis 21 Zentimeter lang. Sie sind blassgrün auf der Oberseite und auf der Unterseite rötlich bis golden-braun filzig behaart. Die blassgrünen Blüten stehen in drei- bis vierzähligen Gruppen in den Blattachseln. Die Früchte sind eiförmig und etwa 2,5 Zentimeter große Beeren.[1][2]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Guttaperchabaums umfasst die Malaiische Halbinsel sowie die indonesischen Inseln Sumatra, Java und Borneo.[3]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Guttaperchabaum ist die bedeutendste Art aus der Gattung der Guttaperchabäume zur Gewinnung von Guttapercha, das aus dem getrockneten Milchsaft hergestellt wird. Dieses wird unter anderem in der Zahnmedizin verwendet und wurde früher für Kabelisolierungen eingesetzt. Die Früchte werden in Malaysia auf Grund ihres hohen Ölgehalts als Nahrungsmittel genutzt.[3][1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b William Theodore Brannt: India Rubber, Gutta-Percha, and Balata: Occurrence, Geographical, and Balata. BiblioBazaar, LLC, 2008, ISBN 978-0-559-72274-5, S. 228.
  2. Hsuan Keng, Ro-Siu Ling Keng Keng: The concise flora of Singapore: gymnosperms and dicotyledons. NUS Press, 1990, ISBN 978-9971-69-135-6, S. 134–135.
  3. a b Palaquium gutta im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guttaperchabaum (Palaquium gutta) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien