Guttaperchabaum

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Guttaperchabaum
Guttaperchabaum (Palaquium gutta)

Guttaperchabaum (Palaquium gutta)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Sapotengewächse (Sapotaceae)
Gattung: Guttaperchabäume (Palaquium)
Art: Guttaperchabaum
Wissenschaftlicher Name
Palaquium gutta
(Hook.f.) Baill.

Der Guttaperchabaum (Palaquium gutta) ist eine tropische Laubbaumart aus der Gattung der Guttaperchabäume in der Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae). Bekannt ist der Baum für seinen eingetrockneten Milchsaft, das Guttapercha (malaiisch: getah „Gummi“, percha „Baum“) welches auch noch von anderen Guttaperchabäumen und Sapotengewächsen (Payena spp. und Palaquium spp. u. a.) gewonnen wird.

Als Chinesischer Guttaperchabaum wird die Gummiulme (Eucommia ulmoides) bezeichnet.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guttaperchabäume sind mittelgroße, immergrüne Bäume, die Brettwurzeln ausbilden und eine Höhe von etwa 20 bis 25 Metern und einen Stammdurchmesser von 60 bis 120 Zentimetern erreichen. Das leichte Holz ist faserig, schwammartig weich und hell gefärbt mit schwarzen, Milchsaft führenden Gängen. Der Milchsaft ist grau, teilweise mit rosaroter Tönung.

Die gestielten, ledrigen, bespitzten bis feinspitzigen oder abgerundet bis stumpfen, ganzrandigen Blätter sind gegenständig oder spiralig angeordnet, ungeteilt, verkehrteiförmig bis schmalelliptisch und 15 bis 21 Zentimeter lang. Sie sind glänzend dunkelgrün auf der Oberseite und auf der Unterseite goldbraun und mehr oder weniger samtig behaart. Die Nervatur ist gefiedert, die Mittelvene ist unterseits orange-bräunlich. Die kleinen Nebenblätter fallen früh ab.

Die kurzgestielten, weißen bis gelblich-grünlichen, sechszähligen und zwittrigen Blüten mit bräunlichem und feinhaarigem, zwei- bis dreireihigem Kelch, stehen in drei- bis vierzähligen Gruppen lateral am Zweig oder in den Blattachseln. Es sind 10 bis 20 oder mehr Staubblätter mit pfeilförmigen Antheren vorhanden. Der oberständige, konische Fruchtknoten ist mehrkammerig (5–10) mit einem langen, die Staubblätter überragenden Griffel. Die Früchte sind rundlich bis eiförmig und etwa 2,5 Zentimeter große, bräunliche, meist ein- bis dreisamige Beeren.[1][2]

Die Chromosomenzahl ist 2n = 24.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Guttaperchabaums umfasst die Malaiische Halbinsel sowie die indonesischen Inseln Sumatra, Java und Borneo.[3]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Guttaperchabaum ist die bedeutendste Art aus der Gattung der Guttaperchabäume zur Gewinnung von Guttapercha, das aus dem getrockneten Milchsaft hergestellt wird. Dieses wird unter anderem in der Zahnmedizin verwendet und wurde früher für Kabelisolierungen eingesetzt. Die Früchte werden in Malaysia auf Grund ihres hohen Ölgehalts als Nahrungsmittel genutzt.[3][1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b William Theodore Brannt: India Rubber, Gutta-Percha, and Balata: Occurrence, Geographical, and Balata. BiblioBazaar, LLC, 2008, ISBN 978-0-559-72274-5, S. 228.
  2. Hsuan Keng, Ro-Siu Ling Keng Keng: The concise flora of Singapore: gymnosperms and dicotyledons. NUS Press, 1990, ISBN 978-9971-69-135-6, S. 134–135.
  3. a b Palaquium gutta im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guttaperchabaum (Palaquium gutta) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien