Beere

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Die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) ist im Gegensatz etwa zur Erdbeere eine Beere auch im botanischen Sinn

Als Beere gilt in der Botanik eine aus einem einzigen Fruchtknoten hervorgegangene Schließfrucht, bei der die komplette Fruchtwand (Perikarp) auch noch bei der Reife saftig oder mindestens fleischig ist.

Traditionell und umgangssprachlich ist der Begriff anders belegt und wird üblicherweise für kleine, süße Früchte verwendet, das Beerenobst.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Beere ist oft rundlich und kräftig gefärbt. Meist ist sie vielsamig, enthält also mehr als einen Samen.

Ist die Außenschicht hart, ledrig wie etwa beim Kürbis, bei den Zitrusfrüchten oder bei Gurken, so spricht man auch von einer Panzerbeere. Besitzt die Blüte mehrere Fruchtknoten, von denen jeder eine beerenartige Frucht ausbildet, so entsteht eine Sammelbeere.

Ein Hesperidium bzw. eine Endokarpbeere ist die Bezeichnung für eine fleischige, spezielle Beerenfrucht, mit einem Endokarp, welches das Fruchtfleisch bildet, mit einer festen, ledrigen Schale, darum ist es aber auch eine Panzerbeere.[1]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Beeren zählen unter anderem Bananen, Zitrusfrüchte (z. B. Zitrone, Orange), Datteln, Melonen, Kiwis, Papayas, die Früchte vieler Nachtschattengewächse (z. B. Paprika, Tomate, Tamarillo, Kartoffelbeere, Aubergine, Schwarzer Nachtschatten, Bittersüßer Nachtschatten, Tollkirsche) und Avocados.[2][3]

Beispiele für Beerenobst, die keine Beeren sind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Früchte, die wegen ihrer äußeren Form Beeren genannt werden, sind keine im Sinne der Botanik (Beerenobst):

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Beere – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Panzerbeere – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Berry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Theodor C. H. Cole: Wörterbuch der Biologie. 4. Auflage, Springer, 2015, ISBN 978-3-64255327-1, S. 91.
  2. Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 5. vollständig überarbeitete Auflage, Springer-Verlag, 2001, ISBN 3-540-41096-1, S. 792–793.
  3. Alfred Täufel, Waldemar Ternes, Liselotte Tunger, Martin Zobel: Lebensmittel-Lexikon. 4. umfassend überarbeitete Auflage, Behr′s Verlag, 2005, ISBN 3-89947-165-2.