Höfen (Rattelsdorf)
Höfen Markt Rattelsdorf
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 1′ N, 10° 53′ O |
| Höhe: | 255 (242–258) m ü. NHN |
| Einwohner: | 185 (30. Sep. 2023)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 96179 |
| Vorwahl: | 09547 |
Ortskern
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Höfen ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg.[2] Die Gemarkung Höfen b.Rattelsdorf hat eine Fläche von 3,290 km². Sie ist in 901 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3651,89 m² haben.[3] In ihr liegen die Gemeindeteile Freudeneck, Höfen und Höfenneusig.[4]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf Höfen bildet mit dem Dorf Höfenneusig im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an einem rechten Nebenarm der Itz am Fuße eines Höhenrückens der Haßberge im Westen, der mit dem Daschendorfer Forst bewaldet ist. Die Kreisstraße BA 39 führt nach Rattelsdorf zur Bundesstraße 4 (0,6 km östlich) bzw. nach Daschendorf (1,8 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Höfenneusig (0,3 km nördlich).[5]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höfen 28 Untertansfamilien. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Medlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Kastenamt Baunach; zugleich war es Grundherr über 12 Anwesen (4 Sölden, 5 Haussölden, 2 Häuser, 1 Ziegelhütte).[6]
Im Jahre 1802 kam Höfen an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) entstand die Ruralgemeinde Höfen mit den Orten Freudeneck, Helfenroth, Höfenneusig und Kreuzhof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Helfenroth wurde am 6. April 1842 an die Gemeinde Mürsbach überwiesen. Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Höfen zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).[7] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,323 km².[8]
Am 1. Juli 1972 wurde Höfen mit seinen Ortschaften aus Unterfranken ausgegliedert, Oberfranken angeschlossen und wechselte vom aufgelösten Landkreis Ebern zum Landkreis Bamberg. Am 1. Mai 1978 wurde die Höfen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.[9][10]
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Höfen gibt es vier Baudenkmäler:[11]
- Haus Nr. 27: Ehemaliges Wirtshaus
- Feldkapelle
- Bildstock
- Kruzifix
Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemarkung Höfen bei Rattelsdorf gibt es ein Bodendenkmal.[11]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinde Höfen
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 205 | 310 | 290 | 285 | 291 | 308 | 327 | 336 | 327 | 313 | 296 | 268 | 244 | 264 | 270 | 265 | 249 | 232 | 260 | 341 | 345 | 320 | 261 | 260 |
| Häuser[12] | 52 | 57 | 56 | 58 | 59 | 59 | 52 | 53 | 50 | 52 | ||||||||||||||
| Quelle | [7] | [7] | [7] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [13] | [21] | [13] | [22] | [13] | [23] | [13] | [13] | [13] | [24] | [13] | [8] | [25] |
Ort Höfen
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 116 | 147 | 161 | 165 | 179 | 166 | 137 | 143 | 210 | 158 | 161 | 153 | 185 |
| Häuser[12] | 28 | 29 | 32 | 32 | 28 | 30 | 28 | 30 | 35 | ||||
| Quelle | [7] | [7] | [7] | [14] | [16] | [19] | [21] | [23] | [24] | [8] | [25] | [26] | [1] |
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Höfen ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Rattelsdorf) gepfarrt.[6][8] 1875 wurde in Höfen eine katholische Kapelle errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war ein Neubau notwendig, der 1951 erfolgte.[27]
Brauereien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Heute gibt es in Höfen noch eine Brauerei, nämlich die Brauerei Endres.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Kaspar Bundschuh: Höfen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 698 (Digitalisat).
- Manfred Jungkunz: Heimatbuch Höfen-Höfenneusig-Freudeneck, Kleinod im Itzgrund. Mediengruppe Oberfranken, Druckereien GmbH & Co. KG, 2017
- Hans Karlinger, Hans Ring: Bezirksamt Ebern (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Unterfranken 15). R. Oldenbourg, München 1916, DNB 366497014, S. 112.
- Isolde Maierhöfer: Ebern (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 15). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1964, DNB 456999264 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gemeindeteile > Höfen/Höfenneusig. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
- Höfen in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 24. Februar 2023.
- Höfen in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- Höfen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 6. Dezember 2025.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Zahlen | Daten | Fakten > Einwohner nach Ortsteil. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Markt Rattelsdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 22. Dezember 2024.
- ↑ Gemarkung Höfen b.Rattelsdorf (092192). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b I. Maierhöfer: Ebern, S. 194f.
- ↑ a b c d e f g I. Maierhöfer: Ebern, S. 304.
- ↑ a b c d Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 860 (Digitalisat).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Rattelsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ a b Denkmalliste für Rattelsdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ a b Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b c d e f g h Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 196, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1141, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 183 (Digitalisat).
- ↑ a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1295–1296, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 74 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 210 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1230 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 213 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1308 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 213 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1343 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1175 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 290 (Digitalisat).
- ↑ Die Kapelle in Höfen. In: pfarrei-rattelsdorf.de. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
