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Busendorf (Rattelsdorf)

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Busendorf
Koordinaten: 50° 5′ N, 10° 52′ OKoordinaten: 50° 4′ 40″ N, 10° 51′ 54″ O
Höhe: 251 (250–260) m ü. NHN
Einwohner: 100 (30. Sep. 2023)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 96179
Vorwahl: 09533
Kreuz
Marter

Busendorf (fränkisch: Busndoaf[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg.[3] Die Gemarkung Busendorf hat eine Fläche von 4,535 km². Sie ist in 591 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7673 m² haben.[4] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Poppendorf.[5]

Das Dorf liegt auf freier Flur an einem linken Seitenarm der Itz. Nördlich des Ortes mündet der Hopfengraben als linker Zufluss in die Itz. in dessen Talgrund sich der Ort noch befindet. Südöstlich von Busendorf erhebt sich der Büchelberg (304 m ü. NHN). Die Bundesstraße 4 führt nach Hilkersdorf (1,3 km südlich) bzw. an Kaltenherberg vorbei nach Lahm (2,6 km nördlich). Die Kreisstraße HAS 52/BA 42/LIF 25 führt nach Gleusdorf (0,7 km nordwestlich) bzw. an Ummersberg vorbei nach Birkach (3 km südöstlich).[6]

Der Ort wurde 1256 als „Busendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Buoso.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Busendorf aus 31 Anwesen. Das Hochgericht hatten das bambergische Centamt Döringstadt und das würzburgische Centamt Medlitz. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das bambergische Dompropsteiamt Döringstadt aus. Grundherren waren das Dompropsteiamt Döringstadt (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 7 Güter, 9 Sölden, 10 Tropfhäuser) und die Gemeinde (1 Haus).[8][9]

Im Jahre 1802 kam Busendorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Steuerdistrikt Busendorf gebildet. 1818 entstand die Ruralgemeinde Busendorf, zu der Poppendorf gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Seßlach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rattelsdorf. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Staffelstein (1939 in Landkreis Staffelstein umbenannt) für die Verwaltung zuständig und ab 1866 das neu gebildete Rentamt Staffelstein für die Finanzverwaltung (1919 in Finanzamt Staffelstein umbenannt, ab 1929 Finanzamt Bamberg-Land). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Seßlach, 1880 in Amtsgericht Seßlach umbenannt, 1929 bis 1956 Amtsgericht Staffelstein, bis 1972 Amtsgericht Lichtenfels.[10] Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 4,542 km².[11]

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Busendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.[12][13]

In Busendorf gibt es sieben Baudenkmäler:[14]

  • Haus Nr. 15, 16: Wohnstallhaus mit zugehörigem Fachwerkstadel
  • Haus Nr. 19: Wohnstallhaus
  • Wegkapelle
  • Bildstock und Sandsteinkruzifix
  • Kruzifix
  • Kreuzschlepper
ehemaliges Kunstdenkmal
  • Haus Nr. 5: Eingeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach, vorderer Giebel Halbwalm; im Wohnteil noch konstruktives Fachwerk des mittleren 19. Jahrhunderts.[15]

Bodendenkmäler

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In der Gemarkung Busendorf gibt es fünf Bodendenkmäler.[14]

Einwohnerentwicklung

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Gemeinde Busendorf

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 202 243 217 212 223 221 220 226 235 220 210 194 192 199 208 194 189 172 177 275 267 239 184 175
Häuser[16] 48 43 41 42 42 39 37 37
Quelle [10] [17] [17] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [17] [25] [17] [26] [17] [27] [17] [17] [17] [28] [17] [11] [29]

Ort Busendorf

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002023
Einwohner 158 159 163 149 135 134 177 133 133 105 100
Häuser[16] 34 31 31 29 27 28 24
Quelle [10] [18] [20] [23] [25] [27] [28] [11] [29] [30] [1]

Busendorf ist römisch-katholisch geprägt und ist bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.[8][11]

Busendorf hatte vom 1. Oktober 1913 bis 28. September 1975 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Breitengüßbach–Dietersdorf. Heute verbinden Busse des Omnibusverkehrs Franken den Ort mit Bamberg und Coburg.

Commons: Busendorf (Rattelsdorf) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. a b Zahlen | Daten | Fakten > Einwohner nach Ortsteil. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 5. Dezember 2025.
  2. D. Fastnacht: Staffelstein, S. 63. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: būsṇdǫəf.
  3. Markt Rattelsdorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 22. Dezember 2024.
  4. Gemarkung Busendorf (092131). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 6. Dezember 2025.
  5. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Dezember 2025.
  6. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen gemessener Luftlinie).
  7. D. Fastnacht: Staffelstein, S. 63ff.
  8. a b H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 67f.
  9. J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 517. Hiernach gab es 32 Häuser und 1 Gemeindehaus.
  10. a b c H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 158.
  11. a b c d Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 733 (Digitalisat).
  12. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 575.
  13. Rattelsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 7. Dezember 2025.
  14. a b Denkmalliste für Rattelsdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  15. K.-L. Lippert: Landkreis Staffelstein, S. 81. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
  16. a b Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  17. a b c d e f g h i j Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 156, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  18. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 948, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  19. Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 148 (Digitalisat).
  20. a b Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1121, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  21. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Hergestellt auf Grund der neuen Organisation der Regierungsbezirke, Bezirksämter und Gerichtsbezirke. Nachtrag zum Heft 36 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1879, OCLC 992516308, S. 58 (Digitalisat).
  22. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern. Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880. Heft 35 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1882, OCLC 460588127, S. 167 (Digitalisat).
  23. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1067 (Digitalisat).
  24. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichniss für das Königreich Bayern : Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dez. 1890. Heft 58 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1892, OCLC 162230561, S. 167 (Digitalisat).
  25. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1121 (Digitalisat).
  26. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeinde-Verzeichnis für das Königreich Bayern Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und dem Gebietsstand vom 1. Juli 1911. Heft 84 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1911, OCLC 162230664, S. 167 (Digitalisat).
  27. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1157 (Digitalisat).
  28. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 997 (Digitalisat).
  29. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).
  30. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 290 (Digitalisat).