H-alpha-Teleskop

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Die Sonne, aufgenommen mit einem H-alpha-Teleskop

Ein H-alpha-Teleskop ist ein Teleskop, das speziell zur Beobachtung der Sonne entwickelt wurde. Das Teleskop ist mit einem Interferenzfilter ausgestattet (Fabry-Pérot-Interferometer), das die Sonnenstrahlung nur in einem schmalen Spektralbereich (<1 Å) durchlässt, der genau der Wellenlänge des angeregten Wasserstoffes bei 656,281 nm (Nanometer) entspricht. Diese Spektrallinie ist die erste der sogenannten Balmer-Serie (Hauptquantenzahlen n = 3, m = 2) und wird H-alpha genannt, weil sie die hellste Wasserstofflinie im Sonnenlicht ist. Viele Amateurteleskope können ebenfalls mit einem solchen Filter bestückt werden.

Die Sonne erscheint im H-alpha-Licht in sattem Rot und zeigt neben den Sonnenflecken besonders deutlich die Strukturen der Chromosphäre – die Sonnenfackeln, Strahlungsausbrüche (Flares) – und am Sonnenrand die größeren Protuberanzen.

H-alpha-Teleskope und Filter waren wegen der technisch anspruchsvollen Interferenzfilter in der Vergangenheit sehr kostspielig. Durch größere Serienfertigung konnte der Preis in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden, wodurch sie auch für Amateurastronomen erschwinglich wurden.