HTTP-Streaming

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als HTTP-Streaming bezeichnet man die Auslieferung von Streaming-Media-Dateien über einen konventionellen Webserver. Der Webserver wird dabei als einfacher Dateiserver zur Auslieferung von kleinen Teilstücken der gesamten Datei, sogenannten Segmenten, genutzt. Dabei können auf dem Webserver die Dateien in verschiedenen Qualitätsstufen abgelegt werden. Das Endgerät kann je nach verfügbarer Bandbreite die Qualitätsstufen wechseln, so dass z. B. auch in schlecht ausgebauten Mobilfunknetzen Streaming möglich ist.

Der Mobile Safari für das iPhone von Apple nutzt als erster Browser diese Technologie. Für OS X wurde mit der Einführung von Mac OS X 10.6 Snow Leopard und QuickTime X diese Technologie am Desktop implementiert.

Der Flash Player 10.1 (Veröffentlichung im Oktober 2009) erlaubt jetzt auch HTTP-Streaming und die hardwareseitige Dekodierung von H.264-Videos.

Live Streaming kann per HTTP Live Streaming (auch als HLS bekannt), ein HTTP-basiertes Streaming-Protokoll, realisiert werden. Dabei wird zuerst die Quelle, z.B. die Webcam, durch einen Encoder geschickt, der ein H.264-Video erstellt. Dieses Video wird nun von einem Mediasegmenter in Teilstücke gleicher Laufzeit zerlegt. Die entstandenen Teildateien werden dann vom Webserver mit mindestens der Zeitverzögerung ausgeliefert, die benötigt wird, um das Video zu encodieren, zu segmentieren und in mindestens einer Teildatei herunterzuladen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]