Hakone

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Asteroiden siehe (1098) Hakone.
Hakone-machi
箱根町
Hakone
Geographische Lage in Japan
Hakone (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Kanagawa
Koordinaten: 35° 11′ N, 139° 2′ OKoordinaten: 35° 11′ 21″ N, 139° 1′ 30″ O
Basisdaten
Fläche: 92,82 km²
Einwohner: 11.622
(1. Oktober 2017)
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 14382-1
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Hakone
Baum: Prunus jamasakura
Blume: Rosa hirtula
Vogel: Specht
Rathaus
Adresse: Hakone Town Hall
256 Yumoto
Hakone-machi, Ashigarashimo-gun
Kanagawa 250-0398
Webadresse: http://www.town.hakone.kanagawa.jp/
Lage Hakones in der Präfektur Kanagawa
Lage Hakones in der Präfektur

Hakone (jap. 箱根町, -machi) ist eine Kleinstadt auf der japanischen Hauptinsel Honshū in der Präfektur Kanagawa, im Landkreis Ashigarashimo. Sie liegt knapp 100 km außerhalb von Tokio.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hakone befindet sich im gebirgigen Vorland des Fujisan, inmitten des Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark. In der Nähe liegt umgeben von Bergen und Vulkanen der Ashi-See.

Die alte Grenzstation Hakone auf der historischen Tōkai-Straße markiert den Übergang von der Region Kansai (wörtlich: „westlich der Grenzstation“) zur Region Kantō (wörtlich: „östlich der Grenzstation“).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hakone ist der Standort des bekannten Shinto-Schreins Hakone Gongen, welcher das erste Mal in der Heian-Zeit (794–1185) Erwähnung fand. Während des Gempei-Krieges (1180–1185) betete Minamoto no Yorimasa kurz nach seiner Niederlange in der Schlacht von Ishibashiyama im benachbarten Manazuru an diesem Schrein um den Sieg über seine Feinde. Wie der Rest der Provinz Sagami kam die Region um Hakone während der Sengoku-Zeit (1477–1573) unter die Kontrolle der Späteren Hōjō von Odawara.

In der Edo-Zeit (1603–1868) war Hakone-juku eine Poststation an der Fernstraße Tōkaidō zwischen Edo (dem heutigen Tokio) und Kyōto und offizieller Grenzposten (箱根関所, Hakone sekisho) zwischen der Kantō- und Kansai-Region.

Hier wurden unter dem Tokugawa-Shogunat alle Reisenden auf der Tōkaidō zur Kontrolle ihrer Reisegenehmigungen und ihres Gepäcks angehalten. Unter anderem war es verboten, Waffen und Frauen mitzuführen. Bereits zu dieser Zeit war die Gegend sehr bekannt für ihre heißen Quellen (Onsen).

Nach der Meiji-Restauration wurde Hakone ein Teil der eher kurzlebigen Präfektur Ashigara, bevor im August 1876 Hakone ein Teil des Landkreises Ashigarashimo der Präfektur Kanagawa wurde. Im Jahr 1889 wurde Hakone der Stadt-Status verliehen, zudem ließ die kaiserliche Familie eine Villa als Sommerresidenz am Seeufer errichten.

Mit der Eingemeindung der beiden Dörfer Motohakone und Ashinoyu zum 1. Januar 1954 und der Stadt Yumoto sowie der Dörfer Onsen (Gora), Miyagino und Sengokuhara zum 30. September 1956 erreichte Hakone seine heutige Ausdehnung.[1]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Hakone kommt eine beträchtliche Zahl japanischer und internationaler Gäste zur Erholung, zu Kurbehandlungen oder zum Besuch des Nationalparks und des Gebirges. Die Bevölkerung von Tokio schätzt Hakone als Tagesausflugsort, um der Hektik der Großstadt zu entfliehen.

Wie das nordöstlich gelegene Odawara hat Hakone viele Onsen (Thermalquellen) und damit verbundene Erholungseinrichtungen.

Der Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark, um den Ashi-See herum gelegen, ist ein beliebtes Touristenziel. Bei wolkenlosem Wetter und klarer Sicht reicht der Blick bis zum Fujisan, einem der Wahrzeichen Japans.

Fujisan vom Kami-Berg aus im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark.
Piratenschiff
Onsen in Ōwakudani

Eine Sehenswürdigkeit ist auch das vulkanisch aktive Ōwakudani (大涌谷, großes kochendes Tal). In den Bergen in Hakone entspringt zahlreichen Quellen heißes Schwefelwasser; sein Geruch ist in der ganzen Umgebung präsent. Die darin gekochten Eier (Onsen-Tamago) sollen langes Leben bringen.

Der Hakone-Schrein am Seeufer mit seinem roten Torii ist ein weiteres Wahrzeichen von Hakone.

Auf dem Ashi-See verkehren „Piratenschiffe“ als Kursschiffe für Touristen. Bei schönem Wetter im Herbst ist der See berühmt für sein schönes Landschaftsbild mit Herbstwäldern im Hintergrund. Im April bieten die Kirschblüten (Sakura) und das Chinaschilf (Susuki) einen pittoresken Anblick.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spezielle Anlässe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der jährliche Hakone-Ekiden (eine Art Langstrecken-Staffellauf) zu Neujahr, läuft von Tokyo nach Hakone und zurück. Er dauert zwei Tage und wird teilweise im Gedenken an den historischen Tōkaidō durchgeführt.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hakone Tozan Railway ist eine Bergbahn im Stil der Rhätischen Bahn in der Schweiz. Die zwei Bahnen unterhalten seit 1979 ein Freundschaftsabkommen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jahres-Durchschnittstemperatur: 16,9 ℃
  • Maximum: 36,5 ℃
  • Minimum: -0,7 ℃
  • Jährliche Regenmenge: 1932,0 mm

(Daten: Yokohama Local Meteorological Observatory, 2004)

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hakone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.town.hakone.kanagawa.jp.e.ry.hp.transer.com/index.cfm/11,1289,49,183,html