Hamburgischer Correspondent

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Der Hamburgische Correspondent war die erste in Hamburg regelmäßig erscheinende Tageszeitung.

Staats- und gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten
CORRESP.gif
Sprache deutsch
Verlag Grundsche Erben (Hamburg)
Hauptsitz Hamburg
Erstausgabe 1731
Einstellung 1868
ZDB 975771-5

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Verleger der Zeitung war Hermann Heinrich Hollen aus Schiffbek. Von 1712 bis 1714 gab er zunächst den "Holsteinischen Zeitungscorrespondenten" heraus. Am 29. April 1721 erschien die Zeitung erneut als "Holsteinischer Correspondent". Ab 1724 hieß die Zeitung Hamburgischer Correspondent.

1731 übergab Hollen die Zeitung seinem Schwiegersohn Georg Christian Grund. Nach dessen Tod blieb die Zeitung im Familienbesitz der "Grund'schen Erben".

Die Zeitung war lange Zeit das "meistgelesene und einflussreichste Blatt Europas".[1]

In der Zeit von 1870 bis 1874 war Julius von Eckardt Chefredakteur.[2] Von 1899 bis 1906 war Hermann Dietz Chefredakteur.[3]

In der Zeit der Weimarer Republik wurde die Zeitung von der Hamburger Börsenhalle GmbH herausgegeben und diente als Parteizeitung der Deutschen Volkspartei (DVP). Die Auflage früherer Jahre wurde nicht mehr erreicht. Im Jahre 1934 wurde das Blatt durch den Verlag Hermanns Erben übernommen und erschien nur noch als Untertitel der Hamburger Nachrichten. [4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holger Böning: Periodische Presse, Kommunikation und Aufklärung. Hamburg und Altona als Beispiel. Edition Lumière, Bremen 2002, ISBN 3-934686-09-5.
  • Holger Böning: Welteroberung durch ein neues Publikum. Die deutsche Presse und der Weg zur Aufklärung. Hamburg und Altona als Beispiel. Edition Lumière, Bremen 2002, ISBN 3-934686-08-7.
  • J. Schramm: Sterne über Hamburg - Die Geschichte der Astronomie in Hamburg, Kapitel: Der Hamburgische Correspondent, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Kultur- & Geschichtskontor, Hamburg 2010, ISBN 978-3-9811271-8-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Hamburg Zeitungen – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Lüth: Die Zeitungsstadt Hamburg. In: Das Organ für Presse und Werbung 37/1967, in: Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg, NL Wichelmann; hier zitiert nach: Christian Sonntag: Medienkarrieren. Biografische Studien über Hamburger Nachkriegsjournalisten 1946 – 1949 (= Dissertation Univ. Hamburg 2005.) Martin Meidenbauer Verlag, München 2006, ISBN 3-89975-577-4, S. 41. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  2. Siehe Jürgen BollandEckardt, Julius von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 4, Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 282 (Digitalisat).
  3. siehe [1] Handschriften Sammlung. Universität Hamburg, abgerufen 8. März 2015
  4. Sonntag, S. 41