Hans Jürgen Rösler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans Jürgen Rösler (* 14. Mai 1920 in Braschen / Kreis Crossen, heute Brzóska; † 12. Januar 2009 in Freiberg) war ein deutscher Professor für Mineralogie und Autor diverser Veröffentlichungen und Lehrbücher als internationale Schlüsselpublikationen wie der „Geochemischen Tabellen“ und des „Lehrbuches der Mineralogie“.

Er war ab 1959 Leiter des Lehrstuhls für Geochemie und Mineralogie an der ehemaligen Bergakademie Freiberg, heute Technische Universität Bergakademie Freiberg. Rösler entwickelte und prägte das Institut für Mineralogie unter den Verhältnissen in der DDR und machte das Institut zu einer Adresse von Weltruf. 1981 wurde Rösler Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, 1985 wurde er Ehrensenator der Bergakademie Freiberg. 1986 wurde er mit der Serge-von-Bubnoff-Medaille geehrt.[1] Am 26. November 2010 widmete ihm sein Institut ein Ehren-Kolloquium rund um die Mineralogie. Am 11. Oktober 1996 wurde ihm der Kurt-Schwabe-Preis verliehen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geochemische Untersuchungen an paläo- und mesozoischen Steinkohlen Mittel- und Ostdeutschlands (Diss., 1954)
  • Zur Petrographie, Geochemie und Genese der Magmatite und Lagerstätten des Oberdevons und Unterkarbons in Ostthüringen (Habilitationsschrift, 1959)
  • Zur Entstehung der oberdevonischen Eisenerze vom Typ Lahn-Dill in Ostthüringen (1962)
  • Geochemische Tabellen (1965)
  • Die Kohlentonsteine aus den Steinkohlenbecken von Zwickau-Oelsnitz, Freital-Döhlen (bei Dresden) und Doberlug (1967)
  • Petrologie und Geochemie der variszischen Geosynklinalmagmatite Mitteleuropas (1979)
  • Lehrbuch der Mineralogie (1979)
  • Geowissenschaften und Geochemie (1985)
  • Was sagt ein Mineral über seine Geschichte aus? (1988)
  • Die anorganischen Komponenten der Kohlen (1991)
  • Leben und das wissenschaftliche Werk von Friedrich Leutwein (1992)
  • Der Kristallograph Victor Goldschmidt. 1853 – 1933. seine Jugendjahre und seine Beziehungen zu Berlin und Freiberg (2004)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Pälchen, Dieter Wolf, Gerhard Heide, Jörg Matschullat, Jens Gutzmer: Hans Jürgen Rösler 1920 – 2009. In: Geowissenschaftliche Mitteilungen. ISSN 1616-3931. 2009/35, S. 81–82 (online; PDF)
  • Dieter Wolf, Werner Pälchen: Prof. Dr. Hans Jürgen Rösler. In: Zeitschrift für Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg. 17/2010, S. 188–190 (online; PDF)
  • Martin Guntau: Rösler, Hans Jürgen. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ludwig Pfeiffer: Prof. Dr. rer. nat. habil. Hans Jürgen Rösler 80 Jahre alt. In: Zeitschrift für Freunde und Förderer der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. 7/2000, S. 86–87