Hans Malfatti

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Johann „Hans“ Baptist Malfatti (* 18. August 1864 in Rovereto; † 18. Januar 1945 ebenda) war ein österreichischer Mediziner und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malfatti studierte Medizin an der Universität Innsbruck. Während seines Studiums wurde er 1883 Mitglied der AV Austria Innsbruck im CV.[1] Am 2. Mai 1889 wurde er zum Dr. med. promoviert. Er war ab 1890 Assistent am Laboratorium für angewandte Medizinische Chemie. Im gleichen Jahr trat er dem „Naturwissenschaftlich-Medizinischen Verein in Innsbruck“ bei. 1892/93 habilitierte er sich bei Wilhelm Franz Loebisch. 1900/01 wurde er zum außerordentlichen Professor für Medizinische Chemie berufen. Von 1902 bis 1907 war er Abgeordneter im Tiroler Landtag.

Als er nach seiner Pensionierung 1924 nach Rovereto zurückkehrte, behielt er seine österreichische Staatsbürgerschaft. Mit dem Anschluss 1938 wurde er deutscher Reichsbürger. Im März 1942 wurde ihm auf Grund des „Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit“ und der „Verordnung über die Aberkennung der Staatsangehörigkeit und den Widerruf des Staatsangehörigkeitserwerbes in der Ostmark“ sein Doktorat und seine deutsche Staatsangehörigkeit entzogen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  • Über die Ausnützung einiger Nahrungsmittel im Darmcanal des Menschen. In: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien – mathematisch-naturwissenschaftliche Classe. Bd. 090-3 (1884), S. 323–350 (Digitalisat).
  • Zur Chemie des Zellkerns. Vortrag. 1892.
  • Beiträge zur Kenntniss der Nucleine. 1892.
  • Ueber den Schleim des Harns: als Antwort auf die Vorwürfe, die Herr Hugo Winternitz in der Zeitschrift f. physiol. Chemie XVI, pag. 439 gegen mich gerichtet. In: Wiener klinische Wochenschrift. 1892, H. 46.
  • Das Nitroprussidnatrium als Reagens auf Zucker. In: Internationales Centralblatt für die Physiologie und Pathologie der Harn- und Sexual-Organe. Bd. 4 (1893), S. 188–193.
  • Über die Brauchbarkeit der Hefegarung zum Nachweise des Traubenzuckers im normalen Harn. 1901.
  • Ueber die Alloxurkörper und ihr Verhältniss zur Gicht. 1896.
  • Ueber die Krüger-Wulff'sche Reaction und ihre Verwerthung zur Bestimmung der Harnsäure im Harn. 1897.
  • Über den Zuckernachweis im Harn mit Hilfe der Trommerschen Probe. 1898.
  • Uber Lebenskraft (Vortrag gehalten auf dem 5. internationalen Kongress katholischer Gelehrten in München). 1900.
  • Zur Stickstoffbestimmung nach Kjeldahl. 1903.
  • Über den Nachweis von Milchzucker im Harne. In: Centralblatt für die Krankheiten der Harn- und Sexual-Organe. Bd. 16 (1905), S. 68–71 (Digitalisat).
  • Über die Chemie des Lebens. In: Kultur. Bd. VI (1905), H. 1, S. 41 ff.
  • Warum trübt sich der Harn beim Kochen? (Ein Beitrag zur Lehre von der Acidität des Harns.). In: Beiträge zur chemischen Physiologie und Pathologie. Bd. 8 (1906), H. 11/12, S. 472–480 (Digitalisat).
  • Ein Faustbild im Stubaitale. In: Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg. Bd. 53 (1909), S. 193–195.
  • Die Galileifrage. 1917.
  • Menschenseele und Okkultismus: eine biologische Studie. 1926.
  • Spiritismus oder nicht? 1931.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesamtverzeichnis des C.V. Die Ehrenmitglieder, Alten Herren und Studierenden des Cartellverbandes (C.V.) der kath. deutschen Studentenverbindungen. 1912, Straßburg i. Els. 1912, S. 194.