Hans von Trebra-Lindenau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans Karl August von Trebra-Lindenau (* 16. November 1842 in Schneeberg; † 29. Oktober 1914 in Blasewitz) war ein deutscher Jurist und konservativer Politiker. Er war Abgeordneter des Sächsischen Landtags.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Sohn des Oberforstmeisters und Rittergutsbesitzers Johann Oscar von Trebra (1813–1892) auf Reinsdorf, Polenz und Lindenau studierte von 1863 bis 1866 die Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Er war Fideikommissherr auf Oberforchheim bei Pockau, einem Gut mit 371 ha Landbesitz, und Reinsdorf. Zusätzlich besaß er das Rittergut Albernau und ein Stadtgut in Neustädtel, das auch sein Wohnsitz war.

Trebra-Lindenau gehörte 1875 zu den Mitbegründern des Konservativen Landesvereins im Königreich Sachsen, dessen Vorstand er bis zu seinem Tod angehörte. Zeitweise war er zweiter stellvertretender Vorsitzender dieser Partei. Seit mindestens 1885 war er Stadtrat seiner Heimatstadt Neustädtel, später auch Friedensrichter. Von 1885 an vertrat er den 20. städtischen Wahlkreis in der II. Kammer des Sächsischen Landtags. 1895 wurde er von König Albert in die I. Kammer ernannt, der er auf Lebenszeit angehörte. Von 1895 bis 1914 war er zusätzlich Vorsitzender der Kreisstände des Erzgebirgischen Kreises.

Er war Aufsichtsrat der Kammgarnspinnerei Schedewitz AG.

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Sächsischer Landtag, Dresden 2001, S. 52 und 132.
  • Elvira Döscher, Wolfgang Schröder: Sächsische Parlamentarier 1869–1918. Die Abgeordneten der II. Kammer des Königreichs Sachsen im Spiegel historischer Photographien. Droste, Düsseldorf 2001, ISBN 3-7700-5236-6, S. 479f. (Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 5).

Weblink[Bearbeiten]