Happertshausen

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Happertshausen
Gemeinde Aidhausen
Koordinaten: 50° 9′ 48″ N, 10° 28′ 5″ O
Höhe: 280 m ü. NN
Einwohner: 285
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 97491
Vorwahl: 09523

Happertshausen ist ein Teil der Gemeinde Aidhausen im Landkreis Haßberge in (Bayern). Der Ort hatte im Juli 2012 285 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Happertshausen liegt auf 284 m ü. NN im Naturpark Haßberge südlich der Haßberge. Nachbarorte sind Friesenhausen, Aidhausen, Kerbfeld und Nassach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Happertshausen war ein fränkisches Königsdorf und ist eine der ältesten Haßgausiedlungen. Unter König Chlodwig I. entstand es im 6. Jahrhundert aus einer Militärstation. 1149 fiel es laut einer Königsurkunde von Konrad III. an das Hochstift Würzburg. In ältester Zeit zur Pfarrei Wettringen gehörend, wurde 1498 unter Fürstbischof Lorenz von Bibra eine eigene Pfarrei gegründet. Happertshausen bestand aus den Ortsteilen Ober- (13 Huben) und Unterhappertshausen (14 Huben). Im Dreißigjährigen Krieg hatte der Ort sehr zu leiden: 1650 verbrannten schwedische Reiter die Kirche, viele Häuser und ganz Unterhappertshausen.

Am 1. Mai 1978 wurde Happertshausen in die Gemeinde Aidhausen eingegliedert.[1]

Katholische Pfarrkirche St. Oswald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die alte Kirche wurde nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1650 in den Jahren 1816 bis 1818 wieder erbaut. Über dem Portal befindet sich ein Renaissance-Steinrelief mit Auferstehungsmotiv. Auf dem linken Seitenaltar steht eine gotische Madonnenfigur des frühen 15. Jahrhunderts. An der Barock-Kanzel aus der Abtei Bildhausen sind die vier Evangelisten dargestellt. Diese Kanzel wurde bei einer Innenrenovierung in den 1960er Jahren entfernt. Zum Gottesdienstgerät gehört auch eine kostbare Monstranz.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Schmiede ist ein Fachwerkbau von 1743. Das Torhaus ist der verbliebene Rest der alten Dorfbefestigung. Eine Wegkapelle stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Happertshausen, ein Königsdorf aus dem 6. Jahrhundert, vier Bände

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 760.