Hofheim in Unterfranken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hofheim i.UFr.
Hofheim in Unterfranken
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hofheim i.UFr. hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 10° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Verwaltungs­gemeinschaft: Hofheim in Unterfranken
Höhe: 265 m ü. NHN
Fläche: 56,35 km²
Einwohner: 5143 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97461
Vorwahl: 09523
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 149
Stadtgliederung: 21 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Obere Sennigstr. 4
97461 Hofheim i.UFr.
Webpräsenz: www.stadt-hofheim.de
Bürgermeister: Wolfgang Borst (CSU)
Lage der Stadt Hofheim i.UFr. im Landkreis Haßberge
Ermershausen Maroldsweisach Pfarrweisach Untermerzbach Bundorf Ebern Rentweinsdorf Burgpreppach Aidhausen Riedbach Hofheim in Unterfranken Kirchlauter Breitbrunn (Unterfranken) Ebelsbach Stettfeld Eltmann Oberaurach Königsberg in Bayern Gädheim Haßfurt Zeil am Main Sand am Main Theres Wonfurt Rauhenebrach Knetzgau Thüringen Thüringen Landkreis Coburg Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Bad Kissingen Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Hofheim in Unterfranken (amtlich Hofheim i.UFr.) ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Haßberge und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Unterfranken.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofheim ist der Mittelpunkt der westlichen Haßberge. Die Stadt liegt etwa 25 km nordöstlich von Schweinfurt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofheim gliedert sich in 21 Stadtteile (in Klammern Einwohnerzahlen)[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bundorf, Maroldsweisach, Burgpreppach, Königsberg in Bayern, Riedbach und Aidhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 780 bis 800 war der Ort eine karolingisches Vogtei (erstmals belegt als hoveheimono, evtl. jedoch schon früher unter dem Namen Hofingen gegründet, das ist im Dialekt bis heute der Name der Stadt). Ab 1500 lag Hofheim im Fränkischen Reichskreis. Im Jahr 1576 erfolgte die Verleihung der Stadtrechte durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Im 18. Jahrhundert wurden das Lendershäuser Tor und das Goßmannsdorfer Tor gebaut. Im Jahr 1803 kam Hofheim unter bayerische Verwaltung, 1806 bis 1814 unterstand es dem Großherzogtum Würzburg, danach kam es wieder zu Bayern. Zwischen 1862 und 1900 erfolgte die Zuweisung zum königlichen Bezirksamt Königshofen, 1892 der Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge der Jüdischen Gemeinde in der Kirchgasse 11 von SA-Männern geplündert, woran eine Gedenktafel hinter dem Rathaus erinnert. Sie blieb aber als Gebäude erhalten und wird heute als Wohnhaus genutzt.[3]

Mit der Auflösung des 1900 entstandenen Landkreises Hofheim in Unterfranken am 1. Juli 1972 und der Bildung des neuen Landkreises Haßberge (zunächst als Haßberg-Kreis) aus Großteilen der beiden Landkreise Hofheim in Unterfranken und Ebern sowie dem Landkreis Haßfurt im Zuge der bayerischen Gebietsreform verlor Hofheim an Bedeutung. Im Jahr 1976 wurde das 400-jährige Stadtjubiläum gefeiert. 1995 kam es zur Stilllegung der Eisenbahnverbindung nach Haßfurt und zum Rückbau der Gleisanlagen 1996/97 und deren Umwandlung in einen 15 Kilometer langen Fahrradweg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Erlsdorf und Manau eingegliedert.[4] Sulzbach kam am 1. Januar 1974 hinzu. Der Markt Ostheim folgte am 1. Januar 1975. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Eichelsdorf und Lendershausen am 1. Januar 1978 sowie von Goßmannsdorf, Reckertshausen und Rügheim am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat von Hofheim hat 20 Mitglieder. Bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 ergab sich jeweils folgende Sitzverteilung

Partei / Liste 2008 2014
CSU 6 Sitze 5 Sitze
SPD 2 Sitze 2 Sitze
FDP/Freie Bürger 1 Sitz0 1 Sitz0
WG Goßmannsdorf 3 Sitze 3 Sitze
WG Rügheim 3 Sitze 3 Sitze
WG Ostheim 1 Sitz0 1 Sitz0
Reckertshäuser BL 1 Sitz0 1 Sitz0
Junge Liste 1 Sitz0 2 Sitze
WG Lenderhausen 2 Sitze 2 Sitze
Gesamt 20 Sitze 20 Sitze

Zusätzlich gehört der Bürgermeister dem Stadtrat an. Seit 2005 ist Wolfgang Borst (CSU) Bürgermeister. Bei der Wahl im Jahr 2010 wurde er bei einer Wahlbeteiligung von 36,6 % mit 96,0 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.[6]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz mit Brunnen
Bahnhof

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bücherei (in Hofheim und auch im Gemeindeteil Goßmannsdorf)
  • Haus des Gastes
  • Schüttbau in Rügheim

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medizinische Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haßbergkliniken – Haus Hofheim (Fachklinik für innere Medizin)
  • Notarzt
  • Caritas-Altenservicezentrum mit Tagespflege
  • Diverse Fach- und Allgemeinärzte

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bettenburg

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeitangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freibad
  • Hallenbad
  • Tennisplätze
  • Kegelbahn im 1976 eröffneten Kulturzentrums Haus des Gastes
  • Sportverein SV Hofheim 1919 e.V.
  • Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ackerbau, Garten- und Obstbau
  • Kleinindustrie, Metallverarbeitung und Textilindustrie
  • Lebensmittelindustrie: Brauerei und Milchwerke

In Hofheim geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111024/202551&attr=OBJ&val=1632
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 148
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 486.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 759.
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik
  7. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Von der Gründerära bis zum Suchdienst im Zweiten Weltkrieg. (Das Rotkreuzmuseum Hofheim) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 2, Süddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015. ISBN 978-3-7776-2511-9, S. 105–106.
  8. http:www.stadt-hofheim.de/eisenbahnmuseum.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hofheim in Unterfranken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien