Harald Feller (Diplomat)

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Harald Feller (* 14. Januar 1913 in Bern[1]; † 28. Dezember 2003[2]) war ein Schweizer Diplomat, der während des Holocaust ungarische Juden gerettet hat.

Leben[Bearbeiten]

Harald Feller war der Sohn des Schweizer Historikers Richard Feller.

1944 ersetzte er Maximilian Jaeger (1915–1999) als Leiter der Schweizer Gesandtschaft in Budapest, Ungarn. Er unterstützte Carl Lutz bei der Rettung von Juden unter schweizerischem Schutz. Feller arbeitete eng mit den anderen neutralen Gesandtschaften zusammen um mit ständigem Druck auf die Horthy- und Sztójay-Regierungen die Beendigung der Verfolgung und Deportation der Juden zu erreichen. Feller schützte Mitglieder der schwedischen Gesandtschaft, welche Zielgruppe der Pfeilkreuzler waren, indem er ihnen gefälschte Schweizer Pässe und Unterkunft bereitstellte. Gegen Ende des Krieges versteckte Feller Dutzende von Juden im Keller seiner konsularischen Residenz in Budapest. Im Februar 1945 verhafteten die Sowjets Feller und Maximilian Jaeger und schickten sie nach Moskau, zusammen mit anderen Schweizer Staatsangehörigen. Beide wurden im Februar 1946 im Austausch für zwei Piloten, die in der Schweiz abstürzten, zurückgebracht.

Er erhielt 1999 von Yad Vashem die Auszeichnung Gerechter unter den Völkern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erfolg mit später Rache. In: Der Bund. 14. Januar 2003.
  2. Er war ein Original. In: Der Bund. 30. Dezember 2003.