Harald Stenger

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Harald Stenger am 3. Juni 2011 anlässlich des EM-Qualifikationsspiels Österreich gegen Deutschland

Harald Stenger (* 13. Februar 1951 in Frankfurt-Bornheim, Hessen) ist ein deutscher Sportjournalist und ehemaliger Pressesprecher beim Deutschen Fußball-Bund.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stenger begann seine journalistische Karriere schon während seiner Schulzeit als freier Mitarbeiter in der Sportredaktion der Frankfurter Rundschau. Er berichtete mehr als drei Jahrzehnte für diese, seit 1990 als „Fußballchef“. Vor allem kümmerte er sich um die Nationalmannschaft, aber auch um Bundesliga- und Europacupspiele. Außerdem engagierte er sich über zwanzig Jahre lang ehrenamtlich in der Jugendarbeit.[1]

Nachdem der einstige Medienchef Wolfgang Niersbach 2001 zum geschäftsführenden Vizepräsidenten und Pressechef des Organisationskomitees der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bestellt wurde, trat Stenger am 1. Juli 2001 seine Nachfolge an. Ursprünglich war er Direktor für Kommunikation und damit verantwortlich für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit beim DFB. 2010 wurde sein Kompetenzbereich auf die deutsche A-Nationalmannschaft und die Pressearbeit bei der WM 2010 beschränkt.[2][3] Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 war die neunte WM, die Stenger begleitete, und seine dritte als Angestellter des DFB. Danach war er noch bis zur Europameisterschaft 2012 als Pressesprecher der Nationalmannschaft aktiv. Sein zum 31. August 2012 auslaufender Vertrag wurde vom DFB nicht verlängert.[4] Im Oktober 2013 wurde Stenger mit dem Herbert-Award ausgezeichnet.[5] Den Medienpreis, der an Herbert Zimmermann erinnert, den legendären Reporter des 1954er-WM-Endspiels, erhielt Stenger in der Kategorie Lebensleistung für seine Arbeit als Pressesprecher der Nationalmannschaft und DFB-Mediendirektor.

Wegen der von ihm bei Turnieren täglich geleiteten Pressekonferenzen der Nationalmannschaft wurde er von Pressevertretern gerne als „Daily Stenger“ bzw. „Daily Harry“ bezeichnet.

Stenger war von 1998 bis 2001 Vorsitzender der Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau, die unverschuldet in Not geratene Sportlern bzw. Sportvereine und -Initiativen unterstützt, die sich in besonderer Weise gesellschaftlich engagieren.[6] Seit April 2017 ist Stenger wieder Mitglied des Schlappekicker-Vorstands und stellvertretender Vorsitzender.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harald Stenger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie (Memento des Originals vom 14. Oktober 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/team.dfb.de
  2. Neue Zuständigkeiten in der Direktion Kommunikation. auf: www.dfb.de 21. Januar 2010.
  3. Harald Stenger entmachtet – Opfer einer Intrige? auf: www.indirekter-freistoss.de 22. Januar 2010.
  4. DFB trennt sich von Harald Stenger, Spiegel Online vom 7. August 2012
  5. Sportler zeichnen Journalisten aus (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburg.de, auf Hamburg.de vom 21. Oktober 2013
  6. Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau e. V. (Memento des Originals vom 23. Juli 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fr-online.de
  7. Frankfurter Rundschau: FR-Hilfsaktion: Der Schlappekicker hat einen neuen Vorstand. In: Frankfurter Rundschau. (fr.de [abgerufen am 25. August 2017]).