Hartapu

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Hartapu, Sohn des Muršili, war ein späthethitischer König. Seine Inschriften sind aus Karadağ, Kizildaǧ bei Karaman und Burunkaya bei Aksaray bekannt. Er nennt sich Großkönig, beansprucht also die volle Titulatur hethitischer Herrscher. John David Hawkins nimmt an, dass er ein Nachkomme des Kurunta von Tarḫuntašša war, der nach der Auflassung von Ḫattuša den königlichen Titel beanspruchte, ähnlich wie der Herrscher Kuzi-Teššub von Karkemiš im Osten, dessen Zeitgenosse er demnach war.[1] Tuwati von Tabal und sein Sohn Wasusarma im 8. Jahrhundert könnten seine Nachkommen sein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. D. Hawkins: The End of the Bronze Age in Anatolia. New light from recent discoveries. In: Altan Çilingiroǧlu und D. H. French (Hrsg.): Anatolian Iron Ages. Band 3 (= British Institute of Archaeology at Ankara Monograph, Band 3), Ankara 1994, S. 91–94.
  • J. D. Hawkins: Kuzi-Teššup and the "Great Kings" of Karkamiš. In: Anatolian Studies. Band 38, 1988, S. 99–108.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John David Hawkins: Die Erben des Großreichs I. Die Geschichte der späthethitischen Kleinkönigreiche Anatoliens und Syriens im Überblick (ca. 1180–700 v. Chr.). In: Die Hethiter und ihr Reich. Das Volk der 1000 Götter. Ausstellungskatalog der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (2002), S. 57.