Hartfrid Wolff

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Hartfrid Wolff (* 28. Januar 1971 in Basel) ist ein deutscher Politiker (FDP).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1991 am Gymnasium Grenzach-Wyhlen leistete Wolff seinen Zivildienst ab und absolvierte ab 1992 ein Studium der Rechtswissenschaft in Konstanz und Freiburg im Breisgau, welches er 1997 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach Ableistung des Referendariats absolvierte er 1999 das zweite Staatsexamen und wurde als Rechtsanwalt zugelassen. Er ist seitdem in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG tätig, zu deren Prokurist er 2002 bestellt wurde.

Von 2005 bis 2013 war Wolff Bundestagsabgeordneter. Nach das Ausscheiden der FDP aus dem Deutschen Bundestag wurde er wieder als Rechtsanwalt bei KPMG in Stuttgart und Berlin tätig. Er wurde 2014 in den Vorstand der Rechtsanwaltskammer Stuttgart gewählt.

Ehrenamtlich engagiert er sich darüber hinaus für die Verkehrssicherheit als Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg und in dieser Funktion als Vorstandsmitglied der Deutschen Verkehrswacht.[1]

Hartfrid Wolff ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolff ist seit 2007 Vorsitzender des FDP-Bezirksverbands Region Stuttgart. Im Jahr 2009 wurde er in den Bundesvorstand der FDP gewählt (bis 2015) und gehört seit 2005 dem FDP/DVP-Landesvorstand Baden-Württemberg an. Als aktives Mitglied in der Regionalpolitik und Regionalentwicklung gehört er zur zweiten Generation der liberalen „Remstalpolitiker“.

Von 2005 bis 2013 gehörte Wolff dem Deutschen Bundestag an, in den er über die Landesliste Baden-Württemberg einzog. Am 12. November 2009 wurde er in der FDP-Bundestagsfraktion zum Vorsitzenden des Arbeitskreises IV gewählt mit den Politikfeldern: Innen und Recht, Petitionen, Sport, Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung. Damit war er Mitglied im Fraktionsvorstand der FDP-Bundestagsfraktion. Er war ordentliches Mitglied im Innenausschuss und stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Seit 2009 war er Obmann im Parlamentarischen Kontrollgremium für die Nachrichtendienste (2011 auch dessen stellvertretender Vorsitzender) und ab 2012 Obmann im 2. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zum Rechtsextremismus. Er verfasste ein Positionspapier Fachkräfte-Zuwanderung sowie Papieren zur Inneren Sicherheit.[2] Des Weiteren erarbeitete er mehrere Gesetzentwürfe, u. a. die Umsetzung der Zuwanderungssteuerung über eine „BlueCard EU“[3] oder zur Intensivierung der parlamentarischen Kontrolle der Nachrichtendienste (vgl. Sondervotum der FDP-Bundestagsfraktion zum 2. Untersuchungsausschuss Rechtsextremismus/NSU des Deutschen Bundestages).[4]

Zusammen mit Kollegen aus CDU, SPD und Grünen hat er das Grünbuch Öffentliche Sicherheit herausgegeben[5] und war maßgeblicher Initiator des TAB-Berichts Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen Ausfalls der Stromversorgung[6]

In der 17. Wahlperiode des Deutschen Bundestages (2009–2013) war Wolff stellvertretendes Mitglied der G 10-Kommission.

Seit September 2019 ist Hartfrid Wolff Regionalrat in der Regionalversammlung Verband Region Stuttgart und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.[7]

Im Juni 2019 veröffentliche Wolff das Buch "Die Digitale Stadt", in der kommunalen Entscheidern Hilfestellungen bei der digitale Transformation gegeben werden soll.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://verkehrswacht-bw.de/ueber-uns/vorstand/
  2. https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/38766290_kw17_de_zuwanderung/208424
  3. https://www.liberale.de/sites/default/files/uploads/2013/03/06/266-wolff-fachkraefte_0.pdf
  4. http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/146/1714600.pdf
  5. http://zoes-bund.de/wp-content/uploads/2015/10/Gruenbuch_Zukunftsforum.pdf
  6. T. Petermann u. a., Nov. 2010, http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/056/1705672.pdf
  7. Wir gratulieren und sagen Danke – FDP Remshalden. Abgerufen am 11. Oktober 2019 (deutsch).
  8. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Shop. Abgerufen am 11. Oktober 2019.