Hasan Dewran

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Hasan Dewran (* 1958 in Tunceli, Türkei) ist ein deutsch-türkischer Schriftsteller, der auf Deutsch, Türkisch und Zazaisch schreibt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dewran entstammt einer Familie alevitischer Geistlicher. Bereits als Kind begann er mit dem Verfassen von Gedichten. Nach seinem Abitur in der Türkei ging er 1977 in die Bundesrepublik Deutschland und arbeitete nach seinem Studium der Psychologie einige Jahre als Therapeut für die Evangelische Kirche.

Seit 1995 ist der Vater dreier Kinder niedergelassener Psychotherapeut.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf literarischem Gebiet betätigt er sich als Lyriker und Aphoristiker. Schon seine ersten Veröffentlichungen Entlang des Euphrats (1983) oder Tausend Winde – ein Sturm (1988) wurden in den deutschen Medien beachtet. Bisweilen wird Dewrans bildhafte, verdichtete Sprache mit der Nazim Hikmets verglichen. Mit Feuer seit Zarathustra (1992) veröffentlichte der Dichter weitere "Gedichte, Aphorismen und ein lyrisches Märchen". Mit Wildnis im Herzen (1998) ist seine vorerst letzte eigenständige in deutscher Sprache erschienene Buchpublikation. In jüngerer Zeit erschienen noch zwei Hörbücher mit Texten Dewrans. Dewrans Gedicht "Das Unwetter der Armut" wurde zudem neben Texten von Autoren wie Erich Fried und Nelly Sachs für den Konzert-Zyklus aus 17 Musikstücken für 2 Blockflöten, Chitarrone, Viola da Gamba und Cembalo und 16 Texten über das Exil "Von der schwarzen Erde dieser Welt" (1992) von dem Komponisten Friedemann Schmidt-Mechau vertont.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]