Hauptpersonalrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Hauptpersonalrat (HPR) stellt die oberste Interessenvertretung für Personal im öffentlichen Dienst dar. Er ist meistens auf Ministerialebene angesiedelt und behandelt bundes- bzw. landesweite Interessen des Personals.

Es gibt aber außerhalb der Ministerialstrukturen auch HPR bei anderen öffentlichen Einrichtungen in den Bundesländern und auf Bundesebene etwa bei der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Bundesbank und der Deutschen Rentenversicherung Bund. Der HPR der Bundesagentur für Arbeit z. B. hat seinen Sitz in der Zentrale in Nürnberg

Wahl des Hauptpersonalrates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl der Hauptpersonalräte erfolgt, sofern mehrere Wahlvorschläge vorliegen - was i.d. R. der Fall ist -, nach dem Prinzip der Verhältniswahl (Listenwahl). Nach der Feststellung des Wahlergebnisses ergibt sich ein Gremium von Arbeitnehmern und Beamten, dessen Größe und Zusammensetzung in den jeweiligen Personalvertretungsgesetzen festgelegt ist. Die Hauptschwerbehindertenvertretung und Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung (HJAV), die ein Teilnahmerecht an den Beratungen des HPR haben, werden in getrennten Wahlen von anders zusammengesetzten Wahlberechtigtengruppen gewählt. Zurzeit existiert parallel, jedoch ungeachtet der Eigenständigkeit der einzelnen HPR, eine Arbeitsgemeinschaft (AG) HPR oberste Bundesbehörden. Ein Pendant zur AG HPR besteht ebenfalls bei den Hauptjugend- und Auszubildendenvertretungen der obersten Bundesbehörden.

Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung (Bund)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die HJAV (auf Bundesebene) wird nach den Vorschriften des Bundespersonalvertretungsgesetzes (BPersVG) und der dazu erlassenen Wahlordnung gewählt. Der jeweils zuständige Hauptpersonalrat bestellt einen Wahlvorstand für die Wahl der HJAV. Die Wahl findet überwiegend nach dem Prinzip der Verhältniswahl (Listenwahl) statt, dabei wählen alle Beschäftigten welche das 26. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich in einer Ausbildung befinden. Die Größe des Gremiums ist durch das BPersVG auf maximal 15 limitiert. Als Beispiel hierfür stellt die HJAV beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) mit ca. 5500 Wahlberechtigten ein 15 Personen umfassendes Gremium. Gleichzeitig ist die HJAV beim BMVg damit das Gremium mit den meisten Auszubildenden bzw. Beamtenanwärtern im nachgeordneten Bereich unter den obersten Bundesbehörden. Zurzeit ist Claudio Steffes-tun (ver.di) Vorsitzender der HJAV beim BMVg.

Hauptjugend- und Auszubildendenvertretung (in Niedersachsen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die HJAV wird (in Niedersachsen) nicht direkt von den Auszubildenden des Geschäftsbereichs gewählt, sondern indirekt durch eine konstituierende Versammlung aller im Geschäftsbereich des Ministeriums gewählten Jugend- und Auszubildenvertretungen. Aus dieser Versammlung geht ein HJAV-Vorstand sowie ein HJAV-Vorsitz hervor. Dieser Vorstand ist berechtigt, an den Sitzungen des Hauptpersonalrats beratend und in Bezug auf Ausbildungsangelegenheiten stimmberechtigt teilzunehmen.

Hauptpersonalräte in Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptpersonalräte in Niedersachsen bilden eine Arbeitsgemeinschaft (AG HPR), in dem landesweit und Ressortübergreifend Probleme erörtert und diskutiert werden. Den Vorsitz der AG HPR führt seit 2005 der Vorsitzender des Hauptpersonalrats beim Niedersächsischen Innenministerium, Wolfgang Schmidt (ver.di). Dessen ungeachtet funktionieren alle Hauptpersonalräte unabhängig voneinander.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PR-Wahl (Bund) - Was ist mit dem Bezirks- oder Hauptpersonalrat? ver.di Bildung + Beratung, abgerufen am 11. März 2015