Haus des Sankt Ananias

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Haus des Sankt Ananias
كنيسة القديس حنانيا
Kapelle des Heiligen Ananias

Kapelle des Heiligen Ananias

Baujahr: 1. Jahrhundert
Lage: 33° 30′ 41″ N, 36° 19′ 3″ OKoordinaten: 33° 30′ 41″ N, 36° 19′ 3″ O
Standort: Damaskus
Damaskus, Syrien
Zweck: melkitische Kirche

Das Haus des Sankt Ananias (auch Kapelle des Sankt Ananias genannt, arabisch كنيسة القديس حنانيا, DMG Kanīsat al-Qadīs Ḥanāniyā) ist ein antikes Haus im alten Christenviertel von Damaskus, Syrien. Es gilt als das Haus, wo Hananias Saulus (später Paulus von Tarsus) taufte.[1]

Es befindet sich im Bab Scharqi (Östliches Tor) am äußersten Ende der Via Recta (Gerade Straße) von Damaskus. Da es sich fünf Meter unter dem Straßenniveau befindet, gilt die Kirche als der Keller des Hauses des Ananias, es wurde allerdings auf der Höhe der römischen Straße errichtet.

Die Kirche, die mehrere Male restauriert wurde, ist das einzige christliche Gotteshaus aus dem 1. Jahrhundert, das in der heute mehrheitlich islamischen Stadt überdauerte. Sie hat nur eine sehr einfache Struktur, die aus zwei kleinen Zimmern mit Steinwänden besteht, und nur einen Altar, einige Ikonen und wenige Kirchenbänke beinhaltet. Die Abbildungen erzählen die Geschichte der Bekehrung des Apostels Paulus. Sie vertritt die Schlichtheit der ersten Christen und ist eine der frühesten noch bestehenden Kirchen, in denen Gottesdienste bis zum heutigen Tage abgehalten werden.[2]

Archäologische Ausgrabungen aus dem Jahre 1921 förderten die Überreste einer byzantinischen Kirche aus dem 5. oder 6. Jahrhundert zu Tage und stützten damit die örtliche Überlieferung, dass die Kapelle frühchristlicher Herkunft ist.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haus von Sankt Ananias – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saint Ananias Chapel. arabicnews.com
  2. Christian Sites in Damascus – Habeeb Salloum. hackwriters.com
  3. Rainer Riesner: Paul’s Early Period: Chronology, Mission Strategy, Theology. William B. Eerdmans Publishing Company, 1998, S. 86–87.