Heißpressung

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Heißpressung ist ein Begriff aus der Pflanzenölgewinnung.

Vorgang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dabei werden, um den Ölfrüchten und Ölsamen das Fett zu entziehen, diese unter Wärmezufuhr gepresst. Es entstehen zusammen mit dem Pressdruck Temperaturen von über 100 °C.[1] Dies führt zu einer höheren Ausbeute als bei der Kaltpressung. Anschließend werden die Fette behandelt (raffiniert), um gesundheitsschädliche und geschmacksbeeinträchtigende Inhaltsstoffe zu entfernen (z. B. Pestizidrückstände). Dadurch wird das Öl fast geruchsfrei und geschmacksneutral und vor allem sehr lange haltbar.

Heute wird anstelle der Heißpressung überwiegend die Extraktion (Herauslösung) mit organischen Lösungsmitteln oder mittels Superkritische Fluiden durchgeführt. Dadurch wird die Fettausbeute zusätzlich erhöht. Das Lösungsmittel wird durch Erhitzen entfernt. Anschließend werden die Fette noch raffiniert.

Heißpressung versus Kaltpressung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heißpressung erlaubt es aus Ölfrüchten oder Ölsamen einer Sorte Öle und Fette mit einer höheren Ausbeute zu gewinnen als mit der Kaltpressung erzielbar ist. Die Qualität der bei der Pressung gewonnenen Öle und Fette ist bei der Kaltpressung höher als bei der Heißpressung, da die thermische Belastung geringer ist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Mayer: F. X. Mayr – die gesunde Ernährung danach. Haug, 2009, ISBN 978-3-8304-2289-1, S. 25, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.