Heidenburg (Pfälzerwald)

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Heidenburg
Heidenburg mit dem Ritterstein 257

Heidenburg mit dem Ritterstein 257

Alternativname(n): Heidenschlösschen, Heidenschloss
Entstehungszeit: 9./10. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Bauweise: Trockenmauerwerk
Ort: Gimmeldingen
Geographische Lage 49° 22′ 26,4″ N, 8° 8′ 36,6″ OKoordinaten: 49° 22′ 26,4″ N, 8° 8′ 36,6″ O
Höhe: 316 m ü. NHN
Heidenburg (Pfälzerwald) (Rheinland-Pfalz)
Heidenburg (Pfälzerwald)

Die Heidenburg, seltener auch Heidenschlösschen[1] oder Heidenschloss[2] genannt, ist die Ruine eines Ringwalls am Ostrand des Pfälzerwaldes (Rheinland-Pfalz).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heidenburg liegt südwestlich von Gimmeldingen, einem Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße, rechts über dem Tal des Mußbachs auf 316 m ü. NHN Höhe auf dem östlichen Sporn des Nebelbergs, der in der Literatur auch Nöpelberg genannt wird und der Ostläufer des 554 m hohen Weinbiets ist. Die Anlage ist durch den Ritterstein 257 markiert.[3]

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlage bestand aus einem ovalen Ringwall, der 310 m Umfang besitzt und sich 140 m in West-Ost- sowie 50 m in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Seine nach Westen ansteigende Fläche beträgt etwa 5700 m². Innerhalb war ein ungefähr quadratischer Wohnturm errichtet. Von diesem und dem Ringwall selbst sind nur noch wenige Reste und Geländespuren sichtbar, Überbleibsel von weiteren Behausungen lassen sich allenfalls erahnen. An der westlichen Pforte der Anlage, 323 m hoch zum Weinbietgipfel hin gelegen, sind noch einen halben Meter hohe Trockenmauerreste einer „Torgasse“ und Fundamentsteine des Tores erkennbar. Da später in unmittelbarer Nachbarschaft der Gimmeldinger Steinbruch betrieben wurde, wurden in der Vergangenheit Bestandteile des Ringwalls ebenfalls „abgebaut“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kulturdenkmal[4][5] stammt vermutlich aus dem 9./10. Jahrhundert, also aus karolingischer Zeit, und wurde angeblich 843[6] unter Ludwig dem Deutschen errichtet. Die Anlage diente als Fliehburg, denn von der Bergkuppe aus bot sich ein weiter Blick hinaus in die bis zu 200 m tiefer gelegene Rheinebene.

Ob die Heidenburg durch Zerstörung oder Verfall endete, ist nicht bekannt. Sie geriet sehr bald in Vergessenheit. Ihren Namen erhielt sie, weil ihre Entstehung fälschlich auf die als heidnisch geltenden Kelten zurückgeführt wurde, die im 1. Jahrtausend v. Chr. die Gegend bewohnten.

Denkmalschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bereich der Wallanlage ist ein Bodendenkmal nach dem Rheinland-Pfälzischen Denkmalschutzgesetz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Stein: Burgen und Schlösser in der Pfalz, ISBN 3-426-04405-6.
  2. Arndt Hartung: Pfälzer Burgenrevier, ISBN 3-9801043-0-3.
  3. Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. ISBN 3-00-003544-3.
  4. Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz: Neustadt an der Weinstraße, Maikammer, Edenkoben, Landau in der Pfalz, ISBN 3-89637-285-8.
  5. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler. Neustadt an der Weinstraße – Gimmeldingen. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, 31. März 2014, S. 23, abgerufen am 2. Januar 2015 (PDF).
  6. Gregor Münch: Geschichte von Gimmeldingen