Heiligenbild

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Das zur sakralen Kunst gehörende Heiligenbild ist seit frühchristlicher Zeit nachweisbar. Die Bilder und Darstellungen Heiliger zählen zu den Devotionalien. Die ältesten nachweisbaren Heiligenbilder fand man als Wandmalereien in Katakomben und frühchristlichen Basiliken. Später wurden Heilige auch auf Tafelbildern wiedergegeben, besonders auf Altarbildern von Altären, die am Grab eines Märtyrers errichtet wurden.

Seit dem Frühmittelalter waren die Kirchenväter bemüht, das Gedenken der Heiligen in Codices, also in Schriftrollen in Bildform festzuhalten. Eine frühe Tradition der Malerei von Heiligenbildern, bestand in der Ostkirche in Form der Ikonen. Während der Zeit Ikonoklasmus oder Bildersturms wurden im 8. und 9. Jahrhundert viele dieser Bilder zerstört. Nach Beilegung des Bilderstreits nahm man die Herstellung von Ikonen wieder auf. Ikonen werden auch heute noch nach traditionellem Vorbild gemalt, vor allem in den Athosklöstern und in Russland.

Eine besondere Art der Darstellung von Glaubensgeheimnissen oder Heiligen ist das Altarbild. Neben gemalten Heiligenbildern gibt es auch geschnitzte, gewebte und gestickte, sowie figürliche Darstellungen.

Eine Variante des Heiligenbildes, die sich in der römisch-katholischen Kirche herausgebildet hat, ist das Andachtsbild. Frühe Formen sind als Holzschnitte oder Kupferstiche ausgeführt. Großer Beliebtheit erfreuen sich Heiligenbilder kleinen Formats, die meist in Gebetbücher eingelegt werden (sogenannte Andachtsbildchen). Zudem wurden sie auch zur Illustration von Bibelausgaben verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Heiligenbild – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Heiligenbild in Das große Kunstlexikon von P. W. Hartmann.