Mariä-Entschlafens-Kloster (Potschajiw)

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Heiliges Himmelfahrtskloster

Das Kloster des heiligen Entschlafens der Gottesgebärerin (ukrainisch Св'ято-Успенська Почаївська Лавра/Swjato-Uspenska Potschajiwska Lawra) ist das zweitgrößte Kloster der Ukraine und befindet sich in Potschajiw in Wolhynien. Es gehört zur Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat). In ihm ist der heilige Hiob von Potschajew bestattet und wird dort verehrt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster soll laut der Überlieferung 1240 gegründet worden sein, als Mönche des Kiewer Höhlenklosters vor den heranziehenden Tataren nach Westen flohen. 1527 wurde erstmals Mariä Entschlafen erwähnt, wobei unklar ist, ob es sich um einen Ort, eine Kirche oder ein Kloster handelte.

17. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1597 wurde dem Kloster die Ikone der Gottesgebärerin geschenkt. 1604 kam Hiob Scheleso in das Kloster und wurde Igumen. Unter seiner Leitung wurde die Klosterdisziplin strenger, es entstanden neue Kirchen und Gebäude und eine Druckerei. Das Kloster wurde ein Zentrum der Orthodoxie in der Auseinandersetzung mit der neuen griechisch-katholischen Kirche in der Eparchie.

1675 überstand das Kloster eine Belagerung durch osmanische Truppen durch den Beistand der Ikone der Gottesgebärerin.

18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1714 trat das Kloster zur unierten griechisch-katholischen Kirche über und wurde vom Orden der Basilianer übernommen.

1831 wurde das Kloster der orthodoxen Kirche übergeben und erhielt 1833 den Ehrentitel einer Lawra.

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kloster befindet sich ein Geistliches Seminar als Priesterausbildungsstätte der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat).

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Klosterterritorium befinden sich hervorragende architektonische Bauten und Denkmäler: Mönchszellen (1771–80), die barocke Mariä-Entschlafens- Kathedrale (1771–1782, Architekt Gottfried Hofmann), das Erzbischöfliche Gebäude (1825), der Glockenturm (1861–69, Höhe 65 m), das Torgebäude (1835). Die Dreifaltigkeitskathedrale (1906–1912, von Architekt Alexei Schtschussew) ist eine Kirche im neurussischen Stil (1906).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heiliges Himmelfahrtskloster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 0′ 17,5″ N, 25° 30′ 19,5″ O