Heinrich Puchta

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Heinrich Puchta - Photographie (etwa 1853–1858)
Geistliche Lieder und Gedichte, Ansbach, 1908

Christian Rudolf Heinrich Puchta (* 19. August 1808 in Cadolzburg; † 12. September 1858 in Augsburg) war evangelischer Pfarrer und Liederdichter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Puchta war das jüngste Kind des bayerischen Landrichters Wolfgang Heinrich Puchta und seiner Ehefrau Johanna Philippine geb. Heim, zudem war er der jüngere Bruder des Juristen Georg Friedrich Puchta (1798–1846), der zu den bedeutendsten Rechtsgelehrten des 19. Jahrhunderts gehört. Heinrich Puchta studierte Theologie und Philologie in Erlangen und in Berlin. Während seines Studiums wurde er im Winter-Semester 1826/37 Mitglied der Erlanger Burschenschaft.[1] Nach dem theologischen Examen wurde Heinrich Puchta Stadtvikar in München. 1838 bestand er das Doktorexamen und erhielt 1839 seine erste Anstellung als Professor am neu organisierten Lyzeum in Speyer. Von 1842 an war er zehn Jahre Pfarrer in Eyb bei Ansbach, danach in Augsburg. Hier war er Pfarrer an der Barfüßerkirche St. Jakob.

Puchta war beteiligt am Entstehen des Gesangbuchs für die evangelisch - lutherische Kirche in Bayern von 1854. Im Evangelischen Gesangbuch, dem offiziellen Gesangbuch der Evangelischen Kirche in Deutschland und Österreich, ist Puchta mit dem Lied "Herr, die Ernte ist gesegnet" (Nr. 512) vertreten.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kleines Nachschlagewerk zum Evangelischen Gesangbuch. (Ausgabe für die Evangelisch - Lutherischen Kirchen für Bayern und Thüringen), München und Weimar o. J. ISBN 3-583-12400-6
  • Horst Faulde: Vorfahren von Gertrud Faulde, geb. Stark. Neustadt a. d. Aisch 1999 ISBN 3-7686-5169-X
  • Wolfgang Herbst: Komponisten und Liederdichter des Evangelischen Gesangbuchs. Göttingen 1999 ISBN 3-525-50318-0

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Höhne: Die Bubenreuther. Geschichte einer deutschen Burschenschaft. II., Erlangen 1936, S. 110.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]