Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie

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Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
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Kategorie: Helmholtz-Institut
Träger: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Bestehen: seit 2011
Standort der Einrichtung: Freiberg
Grundfinanzierung: Bund (90 %),
Freistaat Sachsen (10 %)
Leitung: Jens Gutzmer, Markus Reuter
Mitarbeiter: ca. 120 (Dezember 2017)[1]
Anmerkung: enge Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg
Homepage: www.hzdr.de/hif

Koordinaten: 50° 54′ 44″ N, 13° 19′ 28″ O

Karte: Deutschland
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Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
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Deutschland

Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) ist eine Außenstelle des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf. Sein Sitz ist in der Nähe der TU Bergakademie Freiberg, die maßgeblich am Aufbau des Instituts beteiligt war, und mit der es eng zusammenarbeitet.[2]

Das Institut hat zum Ziel, neue Technologien zu entwickeln, um die Versorgung mit mineralischen und metallhaltigen Rohstoffen zu sichern, Rohstoffe effizienter zu nutzen und umweltfreundlich zu recyceln.[3][4] Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung von Fachkräften sowie die Förderung der Aus- und Weiterbildung ausländischer Fach- und Führungskräfte im Ressourcensektor.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2010 legten das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die TU Bergakademie Freiberg ein gemeinsames Konzept für "eine Forschungseinrichtung zur nachhaltigen und sicheren Rohstoffversorgung Deutschlands in Freiberg" vor. Die Stadt Freiberg war bereit, dem neuen Institut eine große Immobilie zur Verfügung zu stellen. Die sächsische Landesregierung stellte im Oktober 2010 beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen entsprechenden Antrag. Dieser wurde im Dezember 2010 vom BMBF bewilligt.[6]

Der im März 2011 unterzeichnete Gründungsvertrag zwischen dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und der TU Bergakademie Freiberg sah vor, dass das HIF zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch den Freistaat Sachsen finanziert werden sollte.[7] Die offizielle Gründung erfolgte im August 2011. Die Belegschaft sollte 20 Mitarbeiter bis Ende 2011, und schließlich etwa 100 Mitarbeiter bis 2016 betragen.[8]

Prof. Jens Gutzmer von der TU Bergakademie Freiberg war bereits vor der Gründung, im Juni 2011, zum Gründungsdirektor ernannt worden. Im September 2015 wurde Prof. Markus Reuter zum Co-Direktor berufen.[6]

Im November 2013 war die Außensanierung des designierten Institutsgebäudes in Freiberg abgeschlossen.[6] Im Juni 2016 bezog das Institut mit inzwischen rund 100 Mitarbeitern das neu eingerichtete Gebäude.[9]

Forschungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich Analytik und Aufbereitung komplexer polymetallischer Rohstoffe wird untersucht, wie die natürlichen Vorkommen von Erzen genutzt werden können, die aufgrund ihrer komplexen Zusammensetzung derzeit nicht wirtschaftlich als Quelle für seltene Metalle genutzt werden können. Die angestrebten Verfahren zur Analyse komplexer Metallverbindungen sollen auch für sekundäre Rohstoffquellen wie Abraumhalden oder metallhaltigen Elektroschrott genutzt werden können.[10]

Im Bereich Gewinnung, Aufbereitung und Recycling von Seltenen Erden erforschen die Wissenschaftler Verfahren zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus Elektronikprodukten und Mülldeponien und biotechnologische Verfahren zur Aufbereitung von Metallen. Forschungsschwerpunkt sind dabei Hochtechnologiemetalle wie Gallium, Indium, Germanium und die zu den Seltenen Erden gehörenden Elemente, die als Grundlage für viele Anwendungen der Elektronikbranche, bei erneuerbaren Energien und in der Elektromobilität eine Schlüsselrolle spielen.[10]

Der Bereich Geometallurgie beschäftigt sich mit der Effizienz und der Wirtschaftlichkeit aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zur Gewinnung und Nutzung von Metallen.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage: Helmholtz-Institut Freiberg: Mitarbeiter
  2. Homepage: Helmholtz-Institut Freiberg
  3. Institut in Freiberg sucht neue Rohstoffe:. Sächsische Zeitung. 29. August 2011. Abgerufen am 22. Oktober 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.sz-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Spitzeninstitut für Rohstoffforschung in Freiberg eröffnet:. Mitteldeutscher Rundfunk. 29. August 2011. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  5. Pressemitteilung: Neue Gründung: Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. TU Bergakademie Freiberg. 6. Juni 2011. Abgerufen am 12. Dezember 2017.
  6. a b c Homepage: Helmholtz-Institut Freiberg: Der Weg zum Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie
  7. Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren: Kooperationsmodelle: Helmholtz-Institut Freiberg
  8. Pressemitteilung: Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie gegründet. TU Bergakademie Freiberg. 29. August 2011. Abgerufen am 22. Oktober 2011.
  9. Pressemitteilung: Rohstoff-Forschung mit Zukunft. Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. 17. Juni 2016. Abgerufen am 20. Dezember 2017.
  10. a b c Homepage: Helmholtz-Institut Freiberg: Forschung