Henriette Paalzow

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Henriette Wilhelmine Luise Amalie von Paalzow (* 22. Februar 1792 in Berlin[1]; † 30. Oktober 1847 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin.

Henriette Paalzow, Stahlstich von A. H. Payne um 1840

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henriette Wach, Tochter eines Beamten, arbeitete als Erzieherin und verheiratete sich 1816 mit dem späteren Major Carl Philipp von Paalzow, dem sie nach Westfalen und an den Rhein folgte. Nach 1821, nachdem ihre Ehe geschieden worden war, lebte sie bei ihrem älteren Bruder, dem Maler Karl Wilhelm Wach, in Berlin. Ab Herbst 1836 verbrachte sie ein Jahr in Köln, kehrte dann aber nach Berlin zurück, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.

Sie begründete ihren Ruf durch den Roman

  • Godwie Castle (Breslau 1838, 3 Bde.), welchem
  • St. Roche (Breslau 1839, 3 Bde.),
  • Thomas Thyrnau (Breslau 1843, 3 Bde.), die bedeutendste ihrer Erfindungen, und
  • Jakob van der Nees (Breslau 1847, 3 Bde.) folgten.

Mit einer gewissen Breite und optimistischen Auffassung der Lebensverhältnisse verband die Verfasserin viel Feinheit der Beobachtung und klaren, sorgfältigen Stil, so dass der bedeutende Erfolg ihrer Romane nicht unberechtigt war. Sie erschienen mehrmals gesammelt (zuletzt in Stuttgart 1884, 12 Bde.). Der Nachlassband

  • Ein Schriftstellerleben (Breslau 1855), enthält ihre Briefe an ihren Verleger.

Henriettes Paalzows Werke wurden am preußischen Hof sehr geschätzt, insbesondere von König Friedrich Wilhelm IV., dem Romantiker auf dem Königsthrone.

Henriette Paalzow wurde wie ihr Bruder auf dem Friedrichswerderschen Friedhof in Berlin-Kreuzberg beigesetzt. Beide Gräber sind jedoch nicht mehr erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Henriette Paalzow – Quellen und Volltexte
 Commons: Henriette Paalzow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taufregister Garnisongemeinde Berlin, Nr. 1633 (1792). In der Literatur findet sich häufig, den irrtümlichen Angaben Franz Brümmers folgend, das Geburtsjahr 1788.