Henschel DHG 700 C

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Henschel DHG 700 C (Baujahr 1972) als Lok 8 der GASAG[1] im Bahnhof Berlin-Marienfelde, 1986

Die Henschel DHG 700 C ist eine dieselhydraulische Lokomotive, die von den Henschel-Werken gebaut wurde. Sie war vor allem für den Einsatz im Werksdienst vorgesehen. Sie hat drei über Gelenkwellen angetriebene Achsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung wurde für Typen verschiedener Modellreihen angewandt. In der sogenannten vierten Generation von Diesellokomotiven ab 1962 wurde unter dieser Bezeichnung eine im Aufbau der Henschel DHG 500 C entsprechende Lokomotive angeboten, deren Motor mit vergrößertem Hubraum 507 kW (690 PS) leistete. In dieser ersten Version wurden 20 Exemplare gefertigt

In der ab 1973 angebotenen fünften Generation der Henschel-Loks war es die dreiachsige Standardlok. Im Gegensatz zu den Vorgängerbauarten hatte diese Lokgeneration einen kantigen Aufbau sowohl beim Führerhaus als auch bei den Vorbauten. In dieser zweiten Version wurden 55 Exemplare gefertigt. Die Loks gingen vornehmlich an Bergbaugesellschaften (Saarbergwerke: sieben Stück) und Stahlproduzenten sowie Chemieunternehmen, aber auch Unternehmen wie Volkswagen (sieben Stück). Die übliche Farbe war nicht mehr das Henschel-Blau, sondern ein Reinorange mit gelbem horizontalen Steifen an den Vorbauten.

Schließlich gab es auch in der sechsten Generation eine DHG 700 C. Fahrwerk und Aufbauten wurden, soweit möglich, von der dieselelektrischen DE 500 C übernommen. Äußerlich auffallend das geräumigere Führerhaus mit Einstiegen an der Frontseite sowie großzügigere Rangiertritte, wie es das BDE-Lastenheft vorsah. Andere Anbieter hatten solche Typen aber bereits eher angeboten, so dass von diesem Typ in den Jahren 1986/1987 nur fünf Stück gebaut wurden.

DHG 700 C ab 1973[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henschel DHG 700 C
DL 06 der Industriebahn Berlin, Baujahr 1983
DL 06 der Industriebahn Berlin, Baujahr 1983
Anzahl: 55
Hersteller: Henschel
Baujahr(e): 1973–1985
Achsformel: C
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 9.840 mm
Gesamtradstand: 4.000 mm
Höchstgeschwindigkeit: 37 km/h
Installierte Leistung: 507 kW (690 PS)
Motorentyp: Henschel
Motorbauart: 12-Zylinder Viertakt-V-Diesel
Nenndrehzahl: 1800 /min
Leistungsübertragung: hydraulisch
Bremse: Scheibenbremse

Außer den Aufbauten hatte sich auch der Rahmen gegenüber der Vormodell verändert. Der Achsstand war um 300 mm größer, die Achsen nicht mehr mit Blattfedern, sondern ab 1975 mit Schrauben- und Megifedern abgestützt. Statt einer Klotzbremse wurde eine Scheibenbremse verwendet.

Als Getriebe wurde ein Voith-Bremsreversiergetriebe verwendet, das über zwei Wandlergänge verfügte und so ein mechanisches Nachschaltgetriebe für einen Wechsel des Ganges überflüssig machte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Petrovitsch: Kassler Klassiker für Werkbahnen. In: eisenbahn-magazin 4/2012, S. 6–15

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Henschel DHG 700 C – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bodo Schulz/Michael Krolop: Die Privat- und Werkbahnen in Berlin (West). 1. Auflage. C. Kersting, Niederkassel-Mondorf 1989, ISBN 3-925250-06-9, S. 161.