Hermann Peter Fersenfeldt

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Hermann Peter Fersenfeldt, auch Hermann Peter Fersenfeld, (* 1. September 1786 in Hamburg; † 26. September 1853 ebenda) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.[1][2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabmaltafel Althamburgischer Gedächtnisfriedhof Ohlsdorf

Sein Vater war der Zimmermannsmeister Nicolas Jacob Fersenfeldt, bei dem Alexis de Chateauneuf in die Lehre ging.[3]

Fersenfeldt war Schüler von Friedrich Weinbrenner in Karlsruhe und ließ sich nach der Ausbildung und größeren Reisen 1818 in Hamburg nieder,[A 1] wo er eine Bauschule gründete.[4] Mit der Turmhaube für die Jacobikirche (1826–1828) wurde er als Architekt der Öffentlichkeit bekannt.[5]

Im Zusammenhang mit dem Verein für Hamburgische Geschichte war er neben dem Lithografen Johannes Anderson, Alexis de Chateauneuf, Martin Gensler (1811–1881) und Otto Speckter berechtigt, aus gefährdeten Bauwerken, die auch Kirchen betrafen, historisch wertvolle Bauteile oder Gegenstände zu entfernen, um sie in gesicherte Aufbewahrung zu übergeben.

Im Bereich des Althamburgischen Gedächtnisfriedhofs des Ohlsdorfer Friedhofs wird auf dem Sammelgrabmal Architekten an Hermann Peter Fersenfeldt erinnert.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • de Chateauneuf, Fersenfeldt, Libbertz, Nagel, Repsold, Wehncke: Ein Wort an unsere Mitbürger über die Rettung von Menschenleben in Feuersgefahr. Hamburg 1835. (Denkschrift, 15 Seiten)

„Die wiederholten Unglücksfäller der letzten Zeit haben bei unsern Mitbürgern den Wunsch angeregt, wirksamere Anstalten zur Rettung von Menschenleben bei eintretender Feuersgefahr getroffen zu sehen. Wenn wir an die zahlreichen deshalb ergangenen Vorschläge einen neuen reihen, so liegt uns ob, die Gründe anzudeuten, aus welchen uns die von Andern empfohlenen Maßregeln nicht ganz genügend erscheinen, und demnächst die Zweckmäßigkeit unsres eignen Vorschlags zu rechtfertigen. Der hier vorliegende Vorschlag sieht eine Einteilung der Stadt in Distrikte vor mit einer Anzahl tätig-rüstiger Männer als Hilfsmänner und einem Obmann um im Falle eines Feuers schneller vor Ort zu sein und Hilfe leisten zu können“

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ideen und Vorschläge für die Erbauung und Einrichtung eines Krankenhauses in Hamburg.[6]
  • 1825: Zeichnung der Giebelwand mit Turm der Jacobikirche in Hamburg gemeinsam mit F. I. Stock (Lithograf)[7]
  • 1826–1828: neuer, kupferverkleideter Turmhelm für die Hauptkirche Sankt Jacobi in Hamburg[8]
  • 1842–1844: Nachbrandgebäude am Jungfernstieg 25 in Hamburg
  • nach 1842: Wohnhaus Große Bleiche 2 in Hamburg
  • 1844–1849: Hauptkirche Sankt Petri (Hamburg) gemeinsam mit Alexis de Chateauneuf (Turm entworfen durch Johann Hermann Maack)[9]
  • 1847–1848: Hamburger Sparkasse von 1827 am Adolphsplatz in Hamburg (gemeinsam mit Carl Friedrich Reichardt)[10]

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hermann Peter Fersenfeldt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nekrolog zu August Flügge, † 1839, Jahrgang 1842, S. 961
  2. Nachruf Flügge 1840
  3. Alexis de Chateauneuf, abgerufen am 17. Januar 2013
  4. S. 78 (Fußnote 2), abgerufen am 20. Januar 2013
  5. Schulgründung, abgerufen am 17. Januar 2013
  6. Carlsruhe 1817: Ansichten, Durchschnitte. Grundrisse in Karlsruher Handschriften – Internet Archive
  7. Aufriss und Giebelansicht mit Turm (1825)@1@2Vorlage:Toter Link/www.sub.uni-hamburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 17. Januar 2013
  8. Turmhelm, abgerufen am 14. Januar 2013
  9. Architekten, abgerufen am 17. Januar 2013
  10. zwei Fotos, abgerufen am 17. Januar 2013

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wohnanschrift 1853 „Fersenfeldt, Herm. Professor der Architectur, Glockengiesserwall no 19“. In: Hamburgisches Adreß-Buch