Hersbrucker Zeitung

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Hersbrucker Zeitung
Logo der Hersbrucker Zeitung
Beschreibung regionale Tageszeitung
Verlag Pfeiffer Verlag und Medienservice GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1848
Erscheinungsweise Mo–Sa
Verkaufte Auflage 6671[1] Exemplare
(IVW 1/2019, Mo–Sa)
Chefredakteur Michael Scholz[2]
Herausgeber Ursula Pfeiffer, Bruno Schnell
Weblink www.hersbrucker-zeitung.de

Die Hersbrucker Zeitung (HZ) ist die lokale Tageszeitung der Hersbrucker Schweiz. Herausgeber ist das in Hersbruck ansässige Medienhaus Pfeiffer Verlag und Medienservice, das unter anderem auch das Monatsmagazin Hersbrucker Schweiz Mit.[3] mit einer Auflage von 16.000 Stück herausgibt. Ihren überregionalen Mantel bezieht die Hersbrucker Zeitung von den Nürnberger Nachrichten. Im Jahre 1998 schloss sich die Hersbrucker Zeitung mit den beiden anderen Lokalzeitungen (Der Bote (Altdorf bei Nürnberg) und Pegnitz-Zeitung (Lauf an der Pegnitz)) des Landkreises Nürnberger Land zum Medienverbund Nürnberger Land zusammen. Die verkaufte Auflage liegt einschließlich einer Teilauflage der Nordbayerischen Zeitung bei 6671 Exemplaren, was ein Minus von 23,9 Prozent seit 1998 bedeutet.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1848 eröffnete Lehrerssohn Konrad Bartholomäus Pfeiffer eine kleine Druckerei in Hersbruck und gab ab dem 28. Oktober das wöchentlich erscheinende Amts- und Anzeigenblatt unter dem Namen Wochenblatt der Stadt Hersbruck und Umgebung heraus. 1859 ging er zum wöchentlich zweimaligen Erscheinen über. Ab 1863 erweiterte er es im vergrößerten Format zum Hersbruck-Laufer Wochenblatt, welches dann neben Amtlichen Bekanntmachungen auch Nachrichten beinhaltete.

Verlagsgebäude der Hersbrucker Zeitung

Der technische Fortschritt und die abgeschaffte Pressezensur ermöglichten Konrad Pfeiffers Sohn Karl nach der Geschäftsübernahme 1885 eine Erweiterung des Inhalts und Steigerung der Auflage. Umfang und Qualität der Berichterstattung nahmen zu, als Karl Pfeiffers Sohn Georg als gelernter Journalist nach dem Ersten Weltkrieg die Leitung übernahm. Durch häufigeres Erscheinen wandelte sich das Wochenblatt bis 1925 zur Tageszeitung mit dem Titel Hersbrucker Zeitung.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland war das Nachrichtenmaterial durchgehend von NS-Propaganda geprägt oder der Zensur unterworfen. Die Redakteure Ludwig Winter und Emil Leis, die Georg Pfeiffer nacheinander engagierte, lavierten das Redaktionsschiff durch die Klippen der vom Propagandaministerium vorgegebenen „Sprachregelungen“ bis zum März 1943, als die Hersbrucker Zeitung aus kriegswirtschaftlichen Gründen ihr Erscheinen einstellen musste.

Im Herbst 1949 durften Zeitungen, die im Dritten Reich noch existiert hatten, wieder erscheinen. Georg Pfeiffer gründete eine Genossenschaft mit einer Zentralredaktion, die beteiligten Verlagen den allgemeinen Teil der Zeitung lieferte. Sein Sohn Eckhardt Pfeiffer fungierte Mitte der 1950er Jahre als deren Geschäftsführer, ehe er 1957 die Hersbrucker Lokalredaktion und sein Bruder Hannsgörg die Druckerei übernahmen.

Ende der 1980er Jahre wurde eine Interessengemeinschaft mittelfränkischer Heimatzeitungen mit den Nürnberger Nachrichten gebildet. Seither stellen die Nürnberger Nachrichten den Mantel der Hersbrucker Zeitung. 1992 übernahm mit Ursula Pfeiffer die fünfte Generation der Familie die Leitung des Unternehmens. Im Mai 2015 erhielt die HZ ein neues Gesicht: Das Logo wurde moderner gestaltet, so dass nun ein Hirsch durch den Schriftzug springt.

Im Februar 2014 gründete Ursula Pfeiffer die Werbeagentur Pfeiffer Medienfabrik als einhundertprozentiges Tochterunternehmen, das seitdem die Gestaltung der HZ übernimmt sowie deren digitalen Angebote ausbaut.

Seit September 2010 gibt die Hersbrucker Zeitung zusammen mit der Pegnitz-Zeitung in Lauf immer mittwochs das kostenlose Anzeigenblatt Die Woche im Pegnitztal (WiP) heraus. Die Auflage des Blattes beträgt 47.000 Stück.[5]

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auflage der Hersbrucker Zeitung wird gemeinsam mit einer Teilauflage der Nordbayerischen Zeitung ausgewiesen. Die beiden Blätter haben wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 23,9 Prozent gesunken.[6] Sie beträgt gegenwärtig 6671 Exemplare.[7] Das entspricht einem Rückgang von 2097 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 93,3 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[8]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mit Teilauflage der Nordbayerischen Zeitung
  2. Kontakt Hersbrucker Zeitung, abgerufen am 07. Februar 2019
  3. Mitteilungsblatt mit. Hersbrucker Schweiz (Memento des Originals vom 12. Juli 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hersbruckerschweiz.de, abgerufen am 10. Juli 2015
  4. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. Impressum WiP Ausgabe 021, 16. Februar 2011
  6. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  7. laut IVW, erstes Quartal 2019, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  8. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)