Hlabisa (Gemeinde)

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Hlabisa
Hlabisa Local Municipality
Map of KwaZulu-Natal with Hlabisa highlighted (2011).svg
Symbole
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Südafrika
Provinz KwaZulu-Natal
Distrikt Umkhanyakude
Sitz Hlabisa
Fläche 1555 km²
Einwohner 71.925 (Oktober 2011)
Dichte 46 Einwohner pro km²
Schlüssel KZN274
ISO 3166-2 ZA-ZN
Webauftritt www.hlabisa.org.za (englisch)
Politik
Bürgermeister Bhekinkosi Ntombela
Partei Inkatha Freedom Party

Koordinaten: 28° 9′ S, 31° 52′ O

Hlabisa (engl. Hlabisa Local Municipality) ist eine Gemeinde im Distrikt Umkhanyakude, Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika mit Sitz in Hlabisa. Bhekinkosi Ntombela ist der Bürgermeister.[1] Die IFP stellt die Mehrheit im Gemeinderat.[2] Hlabisa ist der Familienname der beiden Oberhäupter der Zulu im Gemeindegebiet.[3]

2011 hatte die Gemeinde 71.925 Einwohner. Sie deckt ein Gebiet von 1555 Quadratkilometern ab.[4]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hlabisa ist eine von fünf Gemeinden im Distrikt Umkhanyakude und grenzt an die Gemeinden The Big Five False Bay (mit der sie 2016 fusionieren soll), Mtubatuba, Nongoma und den Distrikt uThungulu. Hlabisa ist die einzige Stadt.[4] Die Gemeinde liegt inmitten eine relativ flachen Ebene KwaZulu-Natals auf einer Höhe von 100 bis 350 Metern über dem Meeresspiegel. Allerdings ist die Bodenoberfläche durch ständige Unterbrechungen gekennzeichnet, wie Hügel, Flüsse und steile Böschungen, die die landwirtschaftliche Nutzung erschweren. Im Osten wird die Gegend jedoch gleichmäßiger und bietet Potenzial für den Ackerbau.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hlabisa ist zu 100 Prozent eine ländliche Gemeinde, die durch verstreute Siedlungen geprägt ist. Dadurch fehlt eine effiziente Infrastruktur für eine wirtschaftliche Entwicklung. Es gibt ebenfalls keine gute Anbindung an das nationale Verkehrsnetz. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Voraussetzungen ist die Arbeitslosenrate hoch.

Durch den an die Gemeinde grenzenden Hluhluwe-Umfolozi-Park gibt es eine kleine Tourismusbranche in Hlabisa. Indigene Handwerks- und Kunstgegenstände werden an verschiedene Läden und Museen verkauft. Dieses Gewerbe ist jedoch sehr unorganisiert.

Der größte Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird für den Eigenbedarf verwendet. Bis auf eine kleine Zuckerproduktion gibt kaum wirtschaftlich relevanten Ackerbau, obwohl es besonders im Nordosten der Gemeinde gute Möglichkeiten für die kommerzielle Landwirtschaft gibt.

2005 wurde die Somkhele-Kohlemine gebaut, in der Anthrazit im Tagebau gefördert wird. Über 400 Arbeiter sind hier eingestellt. Momentan (2010) beschränkt sich der Abbau auf 1.400 Hektar, kann aber längerfristig auf 23.000 Hektar ausgeweitet werden.[6][7]

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa die Hälfte der weiblichen Bevölkerung in Somkhele ist HIV-Positiv. Insgesamt sind HIV und AIDS in der Provinz KwaZulu-Natal stärker verbreitet als in anderen Teilen Afrikas.[8] Um der größten Risikogruppe (den neun- bis 25-Jährigen) Informationen zur Krankheit vermitteln zu können wurde das Projekt Siyathemba (isiZulu für „wir hoffen“) von der humanitären Organisation „Architekten für die Menschlichkeit“[9] gestartet. Dabei wird Sport mit Gemeinschaftsarbeit und Aufklärung gekoppelt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Contact information: Hlabisa Local Municipality (englisch) Abgerufen am 7. Februar 2010.
  2. Municipalities of the Republic of South Africa. Contact Details and Council Information. Department: Cooperative Governance – Republic of South Africa, 27. September 2010, S. 40, abgerufen am 7. August 2013 (PDF; 997 KB, englisch).
  3. South African Language – Place Names (englisch) Abgerufen am 16. Februar 2010.
  4. a b Hlabisa bei localgovernment.co.za (englisch), abgerufen am 5. Januar 2016
  5. IDP 2007–2012, S. 24.
  6. Somkhele (englisch) Abgerufen am 19. Februar 2010.
  7. Integrated Development Plan 2007–2012, S. 21–23.
  8. Projekt "Siyathemba" (englisch) Abgerufen am 4. Mai 2015.
  9. architectureforhumanity.org