Hochhaussinfonie

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Die Hochhaussinfonie zu 800 Jahre Dresden

Die Hochhaussinfonie war eine multimediale Musikinszenierung der Dresdner Sinfoniker und der Pet Shop Boys, konzipiert von Markus Rindt und inszeniert von Sven Helbig, am Abend des 20. Juli 2006 in Dresden.

Als einer der Höhepunkte der 800-Jahr-Feier Dresdens waren die 10.000 Eintrittskarten schon Tage vor der Veranstaltung vergriffen.[1]

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochhaussinfonie bestand aus drei Akten.[2]

Im ersten Akt wurde ein Film über die wechselvolle Geschichte der Prager Straße gezeigt, der die Zerstörung und den Aufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, wie auch die Zeit der Wende 1989, thematisierte.

Ab dem zweiten Akt diente die Prager Zeile als Projektionsfläche. Der 240 Meter lange Plattenbau gilt als das längste Wohnhaus Deutschlands.[2] Die an ihm angebrachte Leinwand wurde für kurze Filmsequenzen und Worteinblendungen verwendet, während die Balkone links und rechts daneben in die Lichtinszenierung einbezogen wurden.

Im dritten Teil wurden die Balkone zum „Orchestergraben“ für die Dresdner Sinfoniker und die Pet Shop Boys, um die Neuvertonung Battleship Potemkin des Stummfilms Panzerkreuzer Potemkin darzubieten.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pet Shop Boys wurden durch die Aufnahmen Mein Herz brennt, einem Liederzyklus der Dresdner Sinfoniker (Komposition: Torsten Rasch) aus dem Jahr 2003 nach Texten von Rammstein, auf diese aufmerksam und arbeiteten daraufhin mit dem Orchester, Sven Helbig und Torsten Rasch an der Neuvertonung des Filmklassikers Panzerkreuzer Potemkin. Die Uraufführung war bereits im September 2004 auf dem Londoner Trafalgar Square.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochhaussinfonie ist ausverkauft. In: dresden.de. Landeshauptstadt Dresden, 18. Juli 2006, abgerufen am 16. Dezember 2016 (Pressemitteilung).
  2. a b „Hochhaussinfonie“ von Pet Shop Boys und Dresdner Sinfonikern zum 800-jährigen Stadtjubiläum Dresdens. In: dresden.de. Landeshauptstadt Dresden, 19. Juli 2006, abgerufen am 16. Dezember 2016 (Pressemitteilung).