Hochohmig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die in der Elektrotechnik verbreitete Bezeichnung hochohmig wird im Sinne von mit einem hohen elektrischen Widerstand verwendet. Der Begriff ist abgeleitet von der Maßeinheit Ohm.

Damit werden insbesondere für elektrische Schaltungen und Geräte deren Eingangswiderstand oder Ausgangswiderstand bezeichnet. Der Extremfall von Hochohmigkeit ist eine unterbrochene Leitung. Das Gegenstück zum hochohmigen Ein- oder Ausgang ist der niederohmige Ein/Ausgang mit niedrigem Widerstand.

Ein besonderer Fall tritt bei Bausteinen der Digitaltechnik auf, wenn ein Ausgang niederohmig den Low-Pegel oder den High-Pegel abgeben kann, aber auch in einen dritten, den hochohmigen Zustand, versetzt werden kann (tristate), in dem der Ausgang abgeschaltet ist.

Beispiele:

  • Ein hochohmiger Eingang ist erwünscht bei einem Spannungsmessgerät, das dem Messobjekt möglichst wenig elektrischen Strom entziehen soll.
  • Ein hochohmiger Ausgang ist erforderlich, wenn dieser mit einem anderen Ausgang parallel geschaltet werden soll; nur einer darf niederohmig sein.
  • Eine niederohmige elektrische Energiequelle verhält sich wie eine lineare Spannungsquelle, eine hochohmige elektrische Energiequelle wie eine lineare Stromquelle.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Siegl: Schaltungstechnik – analog und gemischt analog-digital. Springer, 2005.
  • Klaus Fricke: Digitaltechnik. Springer, 2007.
  • Wilfried Weißgerber: Elektrotechnik für Ingenieure 2. Vieweg + Teubner, 2008.
  • Erwin Böhmer, Dietmar Ehrhardt, Wolfgang Oberschelp: Elemente der angewandten Elektronik. Vieweg, 2007.