Hochstraße Elbmarsch

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Koordinaten: 53° 31′ 19″ N, 9° 55′ 35″ O

A7 Hochstraße Elbmarsch
Hochstraße Elbmarsch
Brückenuntersicht Höhe AS Waltershof
Überführt Bundesautobahn 7
Querung von Elbmarsch
Ort Hamburg
Konstruktion Spannbeton-Plattenbalkenbrücke
Gesamtlänge 3840 m + 418 m
Breite 2 × 17,75 m
Längste Stützweite 35 m
Konstruktionshöhe 2,1 m
Baubeginn 1971
Fertigstellung 1974
Lage
Hochstraße Elbmarsch (Hamburg)
Hochstraße Elbmarsch

Die Hochstraße Elbmarsch ist mit 4258 m die längste Straßenbrücke Deutschlands. Bis zum Bau der Saale-Elster-Talbrücke war sie die längste Brücke Deutschlands.

Die Hochstraße ist Teil der Autobahn A 7 und liegt in Hamburg südlich vor dem Neuen Elbtunnel. Das Bauwerk mit sechs Fahrstreifen führt über die Elbmarsch mit Industrie- und Hafenanlagen und besteht aus der eigentlichen 3840 m langen Hochstraße (K20) sowie der 418 m langen Hochstraßenrampe (K30). Die Hochstraße wurde auf eine mögliche Verbreiterung um einen weiteren Fahrstreifen je Fahrrichtung ausgelegt. Gebaut wurde die Brücke in den Jahren 1971 bis 1974.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahnüberführung besteht in den Regelbereichen aus zwei 17,75 m breiten und 2,10 m hohen Überbauten mit Stützweiten von 35 m. Die Überbauten haben einen Plattenbalkenquerschnitt mit vier nebeneinander liegenden Spannbetonfertigteilträgern. Diese Längsträger lagern in den Pfeilerachsen auf 1,1 m hohen und 2,0 m breiten Querbalken unter welchen drei Rundstützen im Abstand von 6,6 m angeordnet sind. Die Stützen haben einen Durchmesser von 1,3 m und spannen in Bohrpfähle mit 1,5 m Schaftdurchmesser und 2,1 m Fußdurchmesser ein.

Bauausführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochstraße ist eine Mischkonstruktion. Die Unterbauten mit Querbalken und Stützen bestehen aus Ortbeton. Die ungefähr 1000 Längsträger wurden als Fertigteile mit ungefähr 110 t Gewicht in einer Feldfabrik produziert und mit einem extra konstruierten Montagegerät verlegt. Die Herstellung eines Trägers dauerte einen Tag, im Schnitt wurden im Monat 40 Träger gefertigt.

Sanierung und Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2012 wurde bekannt, dass die Pfeiler auf ganzer Streckenlänge ausgewechselt werden müssen. Diese Arbeiten sollten voraussichtlich in den Jahren 2020 bis 2030 erfolgen.[1] Mittlerweile wird der Zustand als besser angesehen, sodass nur Reparaturen am Tragwerk und Erneuerungen von Regenabläufen, Fahrbahnbelag, Schutzplanken und den Metallkappen der Brückenränder anstehen. Gleichzeitig soll der Freiraum zwischen den Fahrbahnen für jeweils einen zusätzlichen Fahrstreifen pro Richtung genutzt werden, wonach aber immer noch ein Abstand von rund zwei Metern bleiben wird. Dies sollte ab 2017 erfolgen und bis 2023 abgeschlossen werden.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Leonhardt: Brücken / Bridges. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1994, ISBN 3-421-02590-8
  • H. G. Waßmuth, H. Gass: Die Hochstraße Elbmarsch. Der Bauingenieur 48 (1973) S. 201–211

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kein Licht am Ende des Elbtunnels. In: shz.de. 7. November 2012, abgerufen am 17. September 2014.
  2. Jochen Gipp: Acht Spuren für die Elbmarsch-Brücke. In: Hamburger Abendblatt. 6. Juni 2015, abgerufen am 6. Juni 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hochstraße Elbmarsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien