Hof Johannliemke

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Hof Johannliemke
Blick in die Hofanlage

Blick in die Hofanlage

Daten
Ort Verl
Baujahr 1153
Koordinaten 51° 51′ 59″ N, 8° 34′ 58″ O51.866298.582656Koordinaten: 51° 51′ 59″ N, 8° 34′ 58″ O
Besonderheiten
Denkmalgeschützt

Der Hof Johannliemke ist ein denkmalgeschützter Einzelhof in Verl, einer Stadt im Kreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Die große, in einheitlicher Fachwerkbauweise errichtete Hofanlage ist seit dem Jahr 1984 als Baudenkmal Nummer 4 in die städtische Denkmalliste eingetragen.

Geschichte und Architektur[Bearbeiten]

Der Hof wurde 1153 urkundlich erwähnt. Die aus mehreren Gebäuden bestehende, von Eichen umgebene Hofanlage wird von einer Gräfte umflossen, die aus dem südlich der Anlage vorbeiführenden Wapelbach gespeist wird. Das Haupthaus ist ein mächtiger Vierständerbau mit Satteldach. Nach einer Inschrift wurde es 1822 nach einem Brand über alten Fundamenten wieder errichtet. Der Wirtschaftsgiebel kragt zweifach vor. Das Dielentor ist reich dekoriert, das Flett ist durchlichtet, das Kammerfach ist einseitig breiter. Etwas abseits vom Haupthaus steht der Backspeicher, ein kleines, 1509 erbautes Fachwerkgebäude mit geschlämmten Ziegelfachen auf hohem Natursteinsockel unter Satteldach. Es verfügt über einen sehr großen Ständerquerschnitt sowie über mit profilierten Knaggen ausgekragten und verbretterten Giebeldreiecken.

Der Schafstall von 1595 ist ein Vierständerhaus mit je zwei großen Toren an den Giebelseiten. Die Giebeldreiecke kragen auf Balkenköpfen vor, das Giebelrähm ist mit Flechtbandschnitzerei verziert. Das Nebengebäude wurde später angebaut. Ferner gehört ein Schweinestall zur Anlage, bei dem es sich um ein langgestrecktes Fachwerkgebäude handelt, das ebenfalls über einen Natursteinsockel unter Satteldach verfügt. Auch bei diesem Gebäude finden sich Giebeldreiecke auf leicht vorkragenden Knaggen. Ein Hühnerstall als geschlämmter Ziegelfachwerkbau sowie ein langgestrecktes Scheunengebäude ergänzen die Anlage. Einige der Scheunen und Ställe sind Gebäude des 20. Jahrhunderts. Die Prozessionskapelle an der Zufahrtsallee wurde 1881 aus geschlemmtem Backstein erbaut. Das neugotische Gebäude ersetzt eine Vorgängerkapelle aus Fachwerk.

Literatur[Bearbeiten]