Honigler

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Der Honigler ist eine sehr alte weiße Rebsorte, die - voll ausgereift - sehr hohe Zuckergrade erreicht.

Ihr Ursprung dürfte auf dem Balkan liegen. Sie ist sehr starkwachsend und ertragreich, aber auf Grund der dünnschaligen großen Trauben auch sehr fäulnisanfällig. Die Rebe war früher offenbar in Mitteleuropa durchaus verbreitet, ist hier aber heute weitgehend verschwunden; nur in Ostösterreich, Ungarn und etwas häufiger auf dem Balkan sind noch mit dieser Rebe bestockte Rieden zu finden. Ampelographisch wird eine gewisse Nähe zum Roten Veltliner vermutet.

Meist wurde der Honigler im Gemischten Satz angebaut und diente vor allem der Ertragssteigerung und als Zuckerlieferant. Rein ausgebaute Weine aus dem Honigler werden gelegentlich in Ungarn vermarktet, erreichen aber selten eine Prädikatstufe.

Außer in Südosteuropa spielt der Honigler noch eine sehr bescheidene Rolle im Weinbau Chiles, Brasiliens und Südafrikas; sehr vereinzelt sind auch noch alte Hausrieden in Italien, Österreich , Deutschland und der Südschweiz mit dieser Rebe bestockt.

Siehe auch die Artikel Weinbau in Chile, Weinbau in Deutschland, Weinbau in Brasilien, Weinbau in Kroatien, Weinbau in der Schweiz, Weinbau in Österreich, Weinbau in Italien und Weinbau in Ungarn sowie die Liste der Rebsorten.

Synonyme[Bearbeiten]

Alföldi Fehér, Sargaszölö, Zandler, Zsige (Ungarn); Bieli Medenac (Kroatien); Dünnschalige Goldtraube, Honigtraube (Österreich), Weißer Honigler, Silberweiß (Deutschland).

Literatur[Bearbeiten]