Hoopte

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Hoopte
Koordinaten: 53° 23′ 55″ N, 10° 9′ 40″ O
Höhe: 5 m
Einwohner: 811 (30. Okt. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 21423
Vorwahl: 04171

Hoopte ist ein Ortsteil der Stadt Winsen (Luhe) im Landkreis Harburg in Niedersachsen und liegt am äußersten nordwestlichen Rand der Stadt, direkt an der Elbe, die hier die Landesgrenze zu Hamburg bildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der heutigen Fährverbindung zwischen Hoopte und Zollenspieker existierte seit mindestens 1260 eine Furt über die Elbe, so dass der Ort verkehrsgünstig an einer Handelsstraße lag. Die erste urkundliche Erwähnung Hooptes geht auf das Jahr 1291 zurück. In Schriftstücken aus dem 12. Jahrhundert wurde die Gegend noch als „von jeher unbewohnbar und unbebaubar“ beschrieben. Erst in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde der Hoopter Elbabschnitt komplett eingedeicht und so endgültig bewohn- und bewirtschaftbar gemacht. Im 17. Jahrhundert war der Ort zeitweise dänisch besetzt. In dieser Zeit wurde auf dem heutigen Flügeldeich zwischen Elbe und Ilmenau die Hoopter Schanze, eine militärische Wehranlage, errichtet. Teile von Napoleons Armee überquerten im Jahr 1813 auf dem Rückweg aus Russland hier die Elbe.

Am 1. Juli 1972 wurde Hoopte in die Kreisstadt Winsen (Luhe) eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisch und verwaltungstechnisch gehört Hoopte zur Kreisstadt Winsen (Luhe). Die Ortsvorsteherin ist seit Dezember 2016 Martina Jankowski.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoopte liegt an der Mündung der Ilmenau in die Elbe, hier befindet sich das Ilmenausperrwerk. Der Ort zieht sich parallel zur Elbe an seiner Hauptstraße über knapp 3 km entlang.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Maler Ernst Odefey lebte und wirkte einige Jahre in Hoopte.
  • Mit Steffen Behr (CDU) und Nino Ruschmeyer (FDP) sind zurzeit 2 der 38 Winsener Stadtratsmitglieder aus Hoopte.
  • Platzwart des MTV Hoopte war jahrelang Hans Günter Meyer; deshalb trägt der heutige Sportplatz in Gedenken seinen Namen

Gesellschaftliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort verfügt seit 1893 über eine eigene Freiwillige Feuerwehr. Das auch ansonsten rege Vereinsleben zeigt sich in verschiedenen über das Jahr verteilten Veranstaltungen des MTV Hoopte, des DRK Hoopte und des erstmals 1924 gefeierten Hoopter Faslam.

Überregional bekannt ist Hoopte durch die Stintfischerei und das „Stintessen“ geworden, das inzwischen in weiten Teilen Norddeutschlands populär geworden ist.

Fähre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoopte ist der linksseitige Anleger der Zollenspieker Fähre.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der Stadt Winsen. Abgerufen am 3. November 2015.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 228.
  3. Verabschiedung und Einführung der Ortsvorsteher/innen. Abgerufen am 29. November 2016.