Hourly-Forward-Curve

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Die Hourly-Forward-Curve (kurz HFC) („Stundenterminpreis-Kurve“) ist im Energiehandel ein Hilfsmittel, um die Entwicklung von Bezugs- und Lieferperioden aufzuzeichnen. Sie wird beispielsweise basierend auf den aktuellen Großhandelspreisen an der Strombörse EEX gebildet.

In diesem Zusammenhang wird auch von Hourly Price Forward Curve (kurz HPFC) gesprochen. Eine HPFC ist ein virtuelles Produkt, weil die ausgewiesenen stündlichen Preise nicht am Markt gehandelt werden können. Aus diesem Grund werden zunehmend dynamische HPFC eingesetzt, mit denen das Preisstrukturrisiko einer Stromlieferung zusätzlich berechnet wird.

Auf dem Markt befinden sich zahlreiche Tools, die die HFC bzw. HPFC nutzen, um Strom- und Gashandelspreise auszuwerten.

Stromerzeugungsunternehmen nutzen Hourly Price Forward Curves in Modellen, um die Wirtschaftlichkeit zukünftiger Kraftwerke zu beurteilen. Mit Erzeugungsmarktmodellen wird für die gesamte zukünftige Laufzeit des Kraftwerks für jede einzelne der 8760 Stunden eines Jahres ein Strompreis berechnet und ermittelt, ob es wirtschaftlich sein wird, das Kraftwerk am Netz zu haben.

Es ist schwierig, genau zu definieren, was eine gute HFC ausmacht, aber die folgenden Kriterien sollten erfüllt sein:[1]

  1. Arbitragefreiheit gegenüber börsengehandelten Produkten
  2. Widerspiegelung der Saisonalitäten von Spotpreisen
  3. angemessene Berücksichtigung von erneuerbaren Energien.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marcus Hildman, Göran Andersson, Grégoire Caro, Donnacha Daly und Sebastiano Rossi: What makes a good hourly price forward curve. 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

Article - What Makes a Good Hourly Price Forward Curve