Hubersee (Raubling)

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Hubersee
Blick über den Moorbereich des Hubersees
Blick über den Moorbereich des Hubersees
Geographische Lage Oberbayern
Daten
Koordinaten 47° 47′ 40″ N, 12° 2′ 22″ OKoordinaten: 47° 47′ 40″ N, 12° 2′ 22″ O
Hubersee (Raubling) (Bayern)
Hubersee (Raubling)

Der Hubersee ist ein Naturdenkmal und liegt geografisch im Westen der Gemeinde Raubling an der Grenze zur Gemeinde Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim in Oberbayern.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er befindet sich in einem weit ausgedehnten Hochmoorgelände, das sich im Süd-Westen des Landkreises Rosenheim von der Inntalautobahn bis zur Straßenverbindung Bad Feilnbach-Kreuzstraße-Bad Aibling erstreckt und südwärts an das Kulturland von Großholzhausen (Gemeinde Raubling) und Bad Feilnbach grenzt, so wie sich nordwärts im Bereich Aising-Pang fortsetzt.

Dieses Gebiet ist reich an Nieder- und Hochmooren, die auch namentlich bekannt sind wie Hochrunst-Filze, Koller Filze, Abgebrannte Filz, Rote Filze, Steinbeis-Filze, Tännel-Holz, Rohret Filze und das Dettendorfer Moos.

Der Bereich, in dem sich der Hubersee befindet, heißt Sterntal-Filze. Das ist ein kleiner Hochmoorkomplex im so genannten Moorverbund Rosenheimer Stammbeckenmoore, der sich noch in teilweise naturnahem Zustand befindet, im Gegenteil zur Koller Filze oder der Hochrunst-Filze, die vom Menschen durch Entwässerungsmaßnahmen, Torfabbau und Waldwirtschaft stark verändert wurden.

Der Hubersee hatte noch vor 300 Jahren eine Wasserfläche von einigen Quadratkilometern. Durch die allmähliche Verlandung ist er auf eine offene Wasserfläche von kaum einem Hektar geschrumpft. Der alte Seebereich ist jetzt ein Feuchtgebiet, das spezifisch auch als Schlenke bezeichnet wird. Schlenken sind Teile von Niedermoren und Filzen. Begrifflich ist unter einer Schlenke eine ständig wassergefüllte Senke mit flutender Vegetation zu verstehen, in oder zwischen denen die über den Wasserspiegel aufragenden Torfmooskuppen (Bulte) liegen. Der Lebensraumtyp kommt meist kleinflächig und in enger Verzahnung mit anderen Lebensraumtypen vor. Typische Pflanzenart ist neben den Torfmoosen die Weiße Schnabelbinse, daneben kommen z. B. auch Sonnentau-Arten vor. Die Hochmoor-Mosaikjungfer beispielsweise ist eine Libellenart, deren Larven sich typischerweise in Schlenken entwickeln.

Auf Grund der vielen seltenen und spezifischen Pflanz- und Tierarten wurden der Hubersee und die anderen Schlenken in diesem Hochmoorbereich vom Bayrischen Landesamt für Umweltschutz als Naturdenkmäler deklariert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]