Hubland

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Das Hubland liegt im östlichen Bereich des Würzburger Stadtbezirks Frauenland. Hier befindet sich der auf einem 1962 vom Freistaat Bayern erworbenen Gelände am Hubland entstandene Hubland-Campus der Julius-Maximilians-Universität sowie das vom Studentenwerk Würzburg[1] betriebene Studentenwohnheim Am Hubland. Ein eigener Stadtteil Hubland ist seit dem Abzug der US-Armee vom Gelände der Leighton Barracks in Planung.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hubland grenzt im Osten an die Gemeinde Gerbrunn und im Süden an den Markt Randersacker (Landkreis Würzburg) sowie an die Würzburger Stadtteile Frauenland (im Südwesten) und Keesburg (im Westen).

Julius-Maximilians-Universität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptbibliothek am Hubland

Am sogenannten Universitäts-Campus, für dessen erstes Gebäude am 11. Mai 1965 die Grundsteinlegung[2] stattfand, befinden sich die Unibibliothek, das Rechenzentrum, das Biozentrum, Germanistik, Anglistik, Romanistik, Kunstgeschichte, Geschichte, Chemie, Pharmazie, Lebensmittelchemie, Physik, Nanostrukturlabor, Astronomie, Mineralogie, Mathematik, Informatik, Geologie, Geographie, Teile der Pädagogik, Neues Sportzentrum (begonnen 2004[3]), Robotikhalle, die Bienenforschung und eine Mensa, die vom Studentenwerk betrieben wird. Vor der Universitätsbibliothek steht eine Plastik, die die Sonne mit Kernfusion darstellen soll. Unter der Plattform, auf der die Bibliothek mit der Mensa errichtet wurde, ist eine Bushaltestelle, welche von den Linien 10, 114 und 214 der WVV angefahren wird.

Geplante Straßenbahn zum Hubland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

geplante „Hublandlinie“
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Stammstrecke vom Hauptbahnhof
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Barbarossaplatz
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Stammstrecke zur Juliuspromenade
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Mainfrankentheater / Residenz
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Ottostraße
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Südbahnhof
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Bahnstrecke und Stadtring Süd (B19)
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Frauenlandplatz
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Wittelsbacherplatz
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Holzbühlweg
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Campus Hubland Süd
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Campus Hubland Nord
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Hubland
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Eschenallee
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Verzweigung der Wendeschleife
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Washington Street
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Eine Linie zur Universität am Hubland, welche das vorgelagerte Frauenland, den neu entstehenden Stadtteil an den ehemaligen Leighton Barracks, sowie möglicherweise Gerbrunn abdecken könnte, ist derzeit in Planung. Die Anbindung des Hublands ist aufgrund der steigenden Studentenzahlen unausweichlich, zumal noch die Erweiterung der Fachhochschule am Sanderheinrichsleitenweg für zusätzliche Fahrgäste sorgen wird. Die bisherige Anbindung per Bus stößt schon seit Längerem an ihre Kapazitätsgrenze, weswegen neben den Linien 10, 14 und 34 die während des Semesters verkehrenden Unilinien 114 und 214 ins Leben gerufen werden mussten.

Die Trasse, die das Mainfrankentheater, die Residenz, den Südbahnhof, die Gebäude der Universität am Wittelsbacherplatz und am Hubland sowie die Universitätserweiterung und das Gelände der Landesgartenschau 2018 auf dem Leigthon-Areal erschließen soll, wurde vom Würzburger Stadtrat bereits im Juni 2009 gefunden.[4] Im Juli 2012 wurde die Planfeststellung für die Erweiterung durch die Regierung von Unterfranken eingeleitet und dabei die geplante Streckenführung exaktifiziert.[5] Die Fertigstellung wird für 2018 angestrebt.

Die WVV hat dazu Informationen und einen Liniennetzplan mit allen bis 2018 geplanten Linienerweiterungen offengelegt: Entgegen der oftmals verwendeten Bezeichnung Linie 6 für die Neubaustrecke soll diese nach Fertigstellung in das bestehende Twin-Line-Konzept eingebunden und von den bisher am Hauptbahnhof endenden Linien 2 und 3 bedient werden. Dabei ist folgender Linienverlauf geplant:

  • Linie 2: Zellerau – Juliuspromenade – Hauptbahnhof – Frauenland – Hubland
  • Linie 3: Heuchelhof – Heidingsfeld – Sanderring – Stadtmitte – Juliuspromenade – Frauenland – Hubland

Die Linie 2 wird dabei in beide Fahrtrichtungen den Hauptbahnhof mittels einer kurzen Stichfahrt erschließen, während die Linie 3 hinter der Juliuspromenade direkt auf die Neubaustrecke einbiegt. Die Routen der anderen Straßenbahnlinien werden sich nicht verändern. Zwischen Juliuspromenade und der Wendeschleife am Hubland ist eine Fahrzeit von 17 Minuten vorgesehen.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roland Flade: Würzburgs neuer Stadtteil Hubland. Seine Geschichte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. (= Schriften des Stadtarchivs Würzburg, Heft 20). Ferdinand Schöningh, Würzburg 2014, ISBN 978-3-87717-854-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Studentenwerk Würzburg: Website.
  2. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1243.
  3. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1247.
  4. Neue Straßenbahn soll bis 2017 fahren In Main-Post am 23. Juni 2010.
  5. Planfeststellung der Regierung von Unterfranken, abgerufen am 6. September 2012.
  6. Die neue Hublandlinie auf wvv.de, abgerufen am 29. November 2012.