Hudora

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Hudora GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1919
Sitz Remscheid, Deutschland
Leitung Eike Dornseif (Aufsichtsratsvorsitzende),

Evelyn Dornseif, Maximillian Dornseif (Geschäftsführer)

Mitarbeiter ca. 60 (2011, ohne Produktion) [1]
Umsatz ca. 70 Mio EUR (2012)
Branche Freizeit/Outdoor
Website www.hudora.de

Die Hudora GmbH ist ein deutsches Unternehmen für Sportartikel. Es wurde 1919 in Radevormwald gegründet und produzierte bis zum Konkurs 1981 vorwiegend Roll- und Schlittschuhe. Mit der Wiedergründung 1984 wurde die Produktion ins Ausland verlagert.[2] Heute produziert und vertreibt Hudora an weltweiten Standorten Sport-, Spiel- und Freizeitartikel.[3] Seit 1999 ist der Firmensitz in Remscheid.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hugo Dornseif gründete am 4. August 1919 in Radevormwald ein Unternehmen zur Herstellung von Schlittschuhen. Der Firmenname leitete sich aus den beiden ersten Buchstaben seines Vor- und Nachnamens sowie des Standortes ab (Hugo Dornseif Radevormwald). Es gelang, einen Schlittschuh aus einem Stück zu konstruieren und zu produzieren. Dadurch konnte die Firma in den Profibereich vordringen und Spitzensportler, Weltmeister und Olympiasieger ausstatten.[4]

1956, sechs Jahre nach dem Tod des Firmengründers, brachte Hudora einen Rollschuh mit Gummi- anstatt Stahlrollen auf den Markt. Zur Produktion der neuen Gummirollen wurde das Unternehmen RaDo (Radevormwald Dornseif) gegründet. Nach und nach erweiterte Hudora die Produktpalette um Fitnessartikel (1965), Skateboards (1973) sowie Ski- und Tennisprodukte (1978).[5]

1968 übernahm Eike Dornseif in dritter Generation die Leitung der Firma. Zwölf Jahre später kam es zu Erbauseinandersetzung, Hudora geriet in Schwierigkeiten und ging 1981 in Konkurs. Mit der Wiedergründung wurde aus dem Hudora Werk die Hudora GmbH und Evelyn Dornseif Alleingeschäftsführerin. 1984 verlagerte Hudora die Rollschuhproduktion in die DDR, 1989 kamen Teile der Produktion nach Asien.[5] 1990 war Hudora einer der ersten Inline-Skates-Anbieter in Deutschland. Das Unternehmen erreichte bald eine Marktabdeckung von 20 Prozent. In den nächsten zwei Jahrzehnten wurde der Marktanteil auf über 50 Prozent ausgebaut. 1997 wurde die Produktpalette um das Kinder- und Spielwarensortiment erweitert. 1999 erfolgte ein Standortwechsel: die Firma zog von Radevormwald nach Remscheid um.[5] Im Jahr 2000 entwickelte Hudora zusammen mit der Universität Wuppertal einen patentierten Klappmechanismus für Aluminium-Scooter. Diese Produktpalette entwickelte sich in der Folge äußerst erfolgreich. 2007 traten Nicole und Maximillian Dornseif in vierter Generation in das Unternehmen ein. Im selben Jahr gründete Hudora mit der Hudora Asia Ltd. eine Niederlassung in der Volksrepublik China.[5]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.goingpublic.de/hudora-gmbh-kunden-bewegung/2/
  2. a b Die Kurve gekriegt, Artikel in der Welt vom 16. Februar 2014
  3. http://de.statista.com/unternehmen/11638/hudora-gmbh
  4. Beate-Carola Padtberg: Die Wirtschaftsgeschichte des Oberbergischen Kreises, S. 126
  5. a b c d Hudora: Geschichte

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Padtberg, Beate-Carola: Die Wirtschaftsgeschichte des Oberbergischen Kreises: ein Lesebuch zur Regionalgeschichte, Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln, Köln 2000 (= Schriften zur rheinisch-westfälischen Wirtschaftsgeschichte, Bd. 41), ISBN 3933025362

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]