Humanenergetik

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Unter Humanenergetik versteht die Wirtschaftskammer Österreich ein Berufsbild im Bereich der Dienstleistungen, das „alle Tätigkeiten, die sich auf das wissenschaftlich derzeit noch nicht erfassbare Energiefeld, das alles umgibt und durchdringt, beziehen“ umfasst und das „jede Form von Lebensenergie, Energielenkung und Energiefluss mit ein[-schließt]“. Im Methodenkatalog wird generell lediglich die „Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit“ [1] erlaubt.

Das Berufsbild des Humanenergetikers ist vor allem negativ definiert. Humanergetiker sind nach ihm nicht zur „Ausübung von medizinischen Tätigkeiten berechtigt“. Damit sind ihnen unter anderem Untersuchungen auf „körperliche und psychische Krankheiten oder Störungen, von Behinderungen oder Missbildungen und Anomalien, die krankhafter Natur sind“ verwehrt, aber auch die Beurteilung von Krankheiten, die Behandlung, die Vornahme operativer Eingriffe, Vorbeugung, Geburtshilfe und die Verordnung von Heilmitteln sind nicht erlaubt.

Humanenergetiker sind auch „zu individueller Beratung, Coaching und Betreuung“ von Menschen „im Zusammenhang mit Persönlichkeitsthemen, beruflichen Themen, Lebensabschnittsthemen, persönlichen und sozialen Beziehungen sowie Kommunikationsthemen im Sinne des reglementierten Gewerbes Lebens- und Sozialberatung“ nicht berechtigt, ebenso nicht „zur bewussten und geplanten Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen“, ebenso nicht zu Tätigkeiten im Bereich der physiotherapeutischen Dienste und zu Tätigkeiten im Bereich von Massage und Kosmetik.

Die Berufsbezeichnung „Humanenergetiker“ ist nicht geschützt. Durch die Bezugnahme auf ein „wissenschaftlich noch nicht erfassbares Energiefeld“ ist eine verbindliche Ausbildung de facto unmöglich. Eine natur- oder geisteswissenschaftlich gesicherte Definition von Humanenergetik ist damit ebenfalls nicht möglich.

Gerhard Köfer war als Energetiker tätig,[2] einen Gewerbeschein als Energetiker hatten unter anderem Peter Haubner[3] und Margarete Schramböck.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wko.at
  2. Kurier: "In der Koalition wird’s bald kriseln". Artikel vom 16. August 2014, abgerufen am 9. April 2018.
  3. derStandard.at: Auch ÖVP-Vizeobmann Peter Haubner ist Energetiker. Artikel vom 29. März 2018, abgerufen am 9. April 2018.
  4. diepresse.com: Wirtschaftsministerin Schramböck war Energetikerin. Artikel vom 26. März 2018, abgerufen am 26. März 2018.
  5. derStandard.at: Wirtschaftsministerin mit Gewerbeschein als Humanenergetikerin. Artikel vom 26. März 2018, abgerufen am 26. März 2018.