Margarete Schramböck

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Margarete Schramböck (2015)

Margarete Schramböck (* 12. Mai[1] 1970 in St. Johann in Tirol[2]) ist eine österreichische Managerin und Politikerin (ÖVP). Von Mai 2016 bis Oktober 2017 war sie Chief Executive Officer (CEO) der A1 Telekom Austria. Seit 8. Jänner 2018 ist sie Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung der Republik Österreich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Margarete Schramböck studierte nach dem Schulbesuch des Bundesgymnasiums St. Johann in Tirol ab 1989 Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien, das Studium schloss sie 1994 als Magistra ab.[3] 1997 promovierte sie dort mit einer Dissertation über Unternehmensberatung.[4][5] Anschließend studierte sie an der Universität Lyon, das Studium beendete sie 1999 als Master of Business Administration (MBA).[1]

Ab 1995 war sie in verschiedenen Funktionen für Alcatel tätig, etwa als interne Auditorin für Zentral- und Osteuropa und als Leiterin der technischen Abteilungen und des Vertriebs. Mit der Gründung von NextiraOne im Jahr 2002 übernahm sie die Geschäftsführung der NextiraOne in Österreich. Von Dezember 2008 bis Dezember 2011 hatte sie zusätzlich auch die Leitung der NextiraOne Deutschland inne.[2] Nach der Übernahme des Unternehmens durch Dimension Data im Jahr 2014 fungierte sie als Managing Director von Dimension Data Austria.

Mit 1. Mai 2016 übernahm sie die Leitung der A1 Telekom Austria in Nachfolge von Alejandro Plater, der interimistisch auf Hannes Ametsreiter folgte.[6] Ihr Vertrag wurde zunächst auf fünf Jahre abgeschlossen.[7] Am 17. Oktober 2017 wurde ihre Trennung von der Telekom Austria bekanntgegeben.[8] Bis zur Bestellung einer Nachfolgerin bzw. eines Nachfolgers übernahm CTO Marcus Grausam zusätzlich interimistisch ihre bisherigen Agenden.[9]

Margarete Schramböck ist seit 18. Dezember 2017 Bundesministerin für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (seit 8. Jänner 2018 Wirtschaft und Digitales) in der Bundesregierung Kurz. Sie wurde zunächst als Parteilose von der ÖVP für dieses Amt nominiert. Seit der Angelobung zur Ministerin ist Schramböck Mitglied des Landesparteivorstandes der Tiroler Volkspartei.[10] Im Herbst 2017 trat sie dem Wirtschaftsbund Tirol bei.[11] Sie lebt in Hintersdorf im Bezirk Tulln in Niederösterreich.[12]

Von November 2010 bis Jänner 2018 hatte sie einen Gewerbeschein für die Tätigkeit als Humanenergetikerin.[13][14][15] Sie war damit unter anderem dazu befugt, mit Pendel oder Wünschelrute zu arbeiten, um Störfelder im Körper oder Wasseradern zu erkennen, hat diese esoterische Tätigkeit nach Aussage ihres Büros jedoch nie ausgeübt.[16] Nach eigener Aussage erhielt sie diesen Gewerbeschein im Rahmen einer Ausbildung, die auch Schamanismus sowie "ein paar eigenartige Sachen" enthielt.[17]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Margarete Schramböck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dr.in MARGARETE SCHRAMBÖCK, MBA. Abgerufen am 20. Dezember 2017
  2. a b Dr. Margarete Schramböck: Generaldirektorin NextiraOne Austria. Abgerufen am 14. August 2017.
  3. Verbundkatalog: The international diamond market. Diplomarbeit 1994, Wirtschaftsuniversität Wien.
  4. Verbundkatalog: Management Consulting: Zukunftsperspektiven der Unternehmensberatung. Dissertation 1997, Wirtschaftsuniversität Wien.
  5. Forum Alpbach: Dr. Margarete Schramböck. Abgerufen am 14. August 2017.
  6. derStandard.at: Margarete Schramböck wird neue A1-Chefin. Artikel vom 2. Februar 2016, abgerufen am 14. August 2017.
  7. Kurier: Neue TA-Chefin Schramböck: "Bin nicht gleich wieder weg". Artikel vom 8. Februar 2016, abgerufen am 14. August 2017.
  8. derStandard.at: Mexikaner setzen Abgang von A1-Chefin durch. Artikel vom 17. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017.
  9. Kurier: A1-Chefin Margarete Schramböck verlässt die Telekom Austria. Artikel vom 17. Oktober 2017.
  10. orf.at: Schramböck als Ministerin angelobt. Artikel vom 18. Dezember 2017, abgerufen am 19. Dezember 2017.
  11. profil: Ministerinnen mittlerweile ÖVP-Mitglieder. Artikel vom 29. März 2018, abgerufen am 31. März 2018.
  12. NÖN-Interview: Schramböck: „Müssen bei Vorschriften ausmisten“. Artikel vom 27. Februar 2018, abgerufen am 27. Februar 2018.
  13. diepresse.com: Wirtschaftsministerin Schramböck war Energetikerin. Artikel vom 26. März 2018, abgerufen am 26. März 2018.
  14. derStandard.at: Wirtschaftsministerin mit Gewerbeschein als Humanenergetikerin. Artikel vom 26. März 2018, abgerufen am 26. März 2018.
  15. GISA-Auszug. In: Gewerbeinformationssystem Austria. Abgerufen am 11. Juni 2018.
  16. Darf Ministerin auch Wünschelrutengeherin sein? 25. März 2018, abgerufen am 29. März 2018.
  17. Michael Nikbakhsh: Schramböck: "Schamanismus war Teil meiner Ausbildung". In: profil.at. 7. April 2018 (profil.at).
  18. A1-Chefin Schramböck und Tobias Moretti sind Tiroler des Jahres. Artikel vom 14. September 2017, abgerufen am 14. September 2017.
  19. WU Managerin des Jahres 2017. Abgerufen am 18. September 2017.