Humanitas (Großloge)

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Humanitas (auch: Freimaurergroßloge Humanitas für Männer und Frauen) ist eine liberale freimaurerische Großloge in Deutschland und Mitglied im übernationalen Verband Catena.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nach dem Zweiten Weltkrieg wiederbegründeten Logen Goethe zum flammenden Stern in Frankfurt, Pythagoras in Darmstadt und Henri Dunant in München verließen Le Droit Humain und schlossen sich am 24. Oktober 1959 unter der Führung von Franz Karl Steinberger zur Großloge Humanitas für Männer und Frauen zusammen.

Aktive Logen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großloge umfasst aktuell folgende Logen:

  • Goethe zum Flammenden Stern in Frankfurt/Main (gegr. 1921). Älteste Loge für Männer und Frauen in Deutschland.
  • Zur Erkenntnis in Berlin (gegr. 1928). Drittälteste Loge für Männer und Frauen in Deutschland.
  • Mozart zu den drei Rosen in München (gegr. 1956 unter dem Namen Henri Dunant). Viertälteste Loge für Männer und Frauen in Deutschland.
  • Lessing am Tor zur Welt in Hamburg (gegr. 1974 als Ausgliederung aus der zweitältesten Loge für Männer und Frauen Hamsa (1924–1996))
  • Comenius zur Toleranz und Freundschaft in Karlsruhe (gegr. 1985)
  • Clavis Argentum in Bremen (gegr. 2002 als Loge des Souveräner GrossOrient von Deutschland)
  • Neue Werkstatt in Leipzig (gegr. 2003)
  • Phönix zum Licht und zur Liebe in Hamburg (gegr. 2006 als Ausgliederung aus Isis und Osiris)
  • Neuer Tempel Salomons in Köln (gegr. 2010 als unabhängige Loge, dann Übertritt)
  • Metamorphosis in Hamburg (gegr. 2012)
  • Leonardo da Vinci in Wien (gegr. 2012)
  • Saint Germain in Augsburg (gegr. 2013)
  • Minerva an Rhein und Main in Mainz (gegr. 1969, ruhend ab 1990, 2014 reaktiviert)
  • Im Zeichen des Opals in Bielefeld (gegr. 2016)

Aufgelöste Logen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Logen wurden aufgelöst:

  • Catena Humanitatis Universalis in Saarbrücken (gegr. 1964, aufgelöst 1967)
  • Echnaton zur Einigkeit (ehem. Pythagoras) in Darmstadt (gegr. 1960, aufgelöst 1969)
  • Hermes Sophia in Madrid (gegr. 1989, aufgelöst 1992)
  • Immanuel Kant in Berlin (gegr. 1999, aufgelöst 2007)
  • Sirius in Saarbrücken (gegr. 1989 als Loge von Le Droit Humain, Übertritt 2001, aufgelöst 2009)
  • Korbinian zur alten Quelle in Freising (gegr. 2012, aufgelöst 2016)

Ausgetretene Logen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Logen sind ausgetreten:

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung Clipsas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großloge Humanitas ist seit Mai 1987 Mitglied von CLIPSAS,[1] einer Vereinigung von 90 liberalen Freimaurergroßlogen auf der ganzen Welt. Zudem hat Humanitas 1961 die internationale Freimaurerunion CATENA[2] mitbegründet, die aktuell fünf europäische Großlogen umfasst.

Gründung Großloge Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großloge Humanitas stand auch Pate für die 1972 erfolgte Gründung des "Österreichischen Ordens Humanitas für die gemischte Freimaurerei für Männer und Frauen". [3] Aus der 1959 mit Hilfe von Humanitasmitgliedern gegründeten Loge "Lux Danubiana" erwuchs diese Großloge, die 1989 ebenfalls CLIPSAS beitrat.

Gründung Großloge Tschechien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grossloge Humanitas war ebenfalls erfolgreich an der Gründung der tschechischen Grossloge Humanitas Bohemia beteiligt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Nikolaus Jakob Schmidt: Wurzeln der Freimaurerischen Gemeinschaft, Rückblick und Ausblick. Origo Verlag, Zürich 1961.
  • Edwin A. Biedermann: Logen, Clubs und Bruderschaften Droste Verlag, Düsseldorf 2004.
  • Franjo Terhart: Freimaurer Heinrich Hugendubel Verlag Kreuzlingen/München, 2004.
  • Tom Goeller: Freimaurer - Aufklärung eines Mythos be-bra Verlag Berlin-Brandenburg, 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website von CLIPSAS
  2. Website der Freimaurerunion CATENA
  3. Website der GL-Humanitas