Esperanto

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Dieser Artikel befasst sich mit der Plansprache Esperanto; zum gleichnamigen Asteroiden siehe Esperanto (Asteroid); für das gleichnamige Album der Hip-Hop-Band Freundeskreis siehe Esperanto (Album).
Esperanto
Projektautor Ludwik Lejzer Zamenhof
Jahr der Veröffentlichung 1887
Sprecher zwischen einhunderttausend und zwei Millionen weltweit (Schätzungen variieren stark)
Linguistische
Klassifikation
Besonderheiten Substantive, Adjektive, Verben und abgeleitete Adverbien sind an charakteristischen Endungen erkennbar.(*)
Sprachcodes
ISO 639-1:

eo

ISO 639-2:

epo

ISO 639-3:

epo

Symbole
Esperantoflagge Jubiläumssymbol
Esperanto-Flagge Esperanto-Ei
Textprobe
La akcento estas sur la antaŭlasta silabo. La kernon de la silabo formas vokalo. Vokaloj ludas grandan rolon en la ritmo de la parolo. Substantivoj finas per -o, adjektivoj per -a. La signo de la pluralo estas -j. La pluralo de „lasta vorto“ estas „lastaj vortoj“.

Esperanto ist eine Plansprache bzw. eine Welthilfssprache und eine lebende Sprache. Unter dem Pseudonym Doktoro Esperanto („Doktor Hoffender“) veröffentlichte Ludwik Lejzer Zamenhof 1887 seine noch heute gültigen Grundlagen.[1]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zamenhof beschrieb 1887 drei Ziele:

  1. „Die Sprache muss sehr leicht sein, so dass sie jeder so zu sagen spielend erlernen kann.“
  2. „Jeder, der diese Sprache erlernt hat, muss sie sofort zum Verkehr mit anderen Nationalitäten benutzen können, ganz abgesehen davon, in wie fern diese Sprache von der Welt anerkannt wird, ob sie viele, wenige oder gar keine Anhänger hat, d. h. dass die Sprache gleich von Vorne herein, in Folge ihres besonderen Baues, als Mittel zum internationalen Verkehr dienen kann.“
  3. „Ein Mittel zu finden, die Gleichgültigkeit der Welt zu überwinden, und dieselbe zu ermuntern, sofort und ‚en masse‘ von dieser Sprache, als von einer lebenden Sprache, Gebrauch zu machen, nicht aber nur mit einem Schlüssel dazu in der Hand, oder nur im äussersten Nothfalle.“[2]

Um diese Ziele zu erreichen, machte er sein Unua Libro sehr kompakt. Die erste Ausgabe, in Russisch, umfasste nur 40 Seiten im Format A5. Der Grammatik-Teil darin enthielt nur 16 Regeln auf 6 Seiten.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Sprachaufbau des Esperanto

Die Wörter bestehen überwiegend aus unveränderlichen Wortelementen, die aneinandergefügt werden. So wird beispielsweise die Mehrzahl eines Substantivs oder Adjektivs und vieler Pronomen durch das Anhängen eines -j gebildet: domo ,Haus‘, domoj ,Häuser‘, der Objektfall durch das Anhängen eines weiteren -n: domojn ‚Häuser (Akk. Plural)‘. Der Wortstamm wird nicht verändert, wie es oft im Deutschen vorkommt.[3] Das hier sichtbare agglutinierende Prinzip ist beispielsweise auch aus dem Finnischen, Ungarischen und Türkischen bekannt.

Der Schöpfer des Esperanto, Zamenhof, strebte einen regelmäßigen Sprachaufbau an, um den Lernaufwand zu minimieren, insbesondere in der Morphologie und bei der Wortbildung. Für die Deklination von Substantiven und die Konjugation von Verben gibt es jeweils nur ein Schema. Auch das in vielen Sprachen unregelmäßige Verb „sein“ wird im Esperanto nach demselben Schema konjugiert wie alle anderen Verben:

  • mi estas ,ich bin‘
  • vi estas ,du bist‘
  • li estas ,er ist‘
  • ŝi estas ,sie ist‘

Zur besseren Erkennbarkeit haben einige Wortarten bestimmte Endungen. -o beispielsweise ist die Endung für Substantive: domo ,Haus‘; -a ist die Endung für Adjektive: doma ,häuslich‘ usw. Auch einige Wörter, die weder Substantive noch Adjektive sind, enden auf -o oder -a,[4] sodass der Endvokal allein zur Wortartbestimmung nicht ausreicht.

Die meisten Esperanto-Wörter entstammen dem Latein oder romanischen Sprachen.[5] Ein ziemlich großer Anteil kommt aber auch aus germanischen Sprachen, vor allem dem Deutschen und Englischen (je nach Textkorpus wird dieser Anteil auf fünf bis zwanzig Prozent geschätzt[6]). Dazu gibt es eine Reihe von Wörtern aus slawischen Sprachen, besonders dem Polnischen und dem Russischen. Außerdem wurden Wörter aus dem Griechischen entlehnt.

In der Regel sind die Wörter aber in einigen Sprachen bekannt, zum Beispiel Esperanto religio ‚Religion‘: englisch religion, französisch religion, polnisch religia; Esperanto lampo ‚Lampe‘: englisch lamp, französisch lampe, polnisch lampa usw. Teilweise existieren im Esperanto bewusste Mischformen, zum Beispiel ĝardeno ‚Garten‘: Die Schreibung ähnelt englisch garden, die Aussprache ähnelt französisch jardin. In anderen Sprachen wie Koreanisch dagegen sind diese Wörter vollständig unbekannt.

Die Schreibweise ist phonematisch, das heißt, dass jedem Schriftzeichen nur ein Phonem (Sprachlaut) und jedem Phonem nur ein Schriftzeichen zugeordnet ist. Sie verwendet Buchstaben des lateinischen Alphabets, ergänzt durch Überzeichen (diakritische Zeichen). Beispielsweise entspricht ŝ dem deutschen sch und ĉ dem tsch (z. B. in ŝako ‚Schach‘ und Ĉeĉenio ‚Tschetschenien‘). (Siehe auch Esperanto-Rechtschreibung.)

Sprachbeispiel
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1:

Ĉiuj homoj estas denaske liberaj kaj egalaj laŭ digno kaj rajtoj. Ili posedas racion kaj konsciencon, kaj devus konduti unu al la alia en spirito de frateco.
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Anwendung und Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige der Teilnehmer der internationalen Woche (Xanten, 2005/2006)
Vortrag in der Sommer-Universität auf dem Esperanto-Weltkongress 2008
In Herzberg am Harz, das sich als Esperanto-Stadt bezeichnet, gibt es viele Hinweisschilder auf Esperanto

Für Esperantosprecher werden lokale, nationale und internationale Kongresse, Seminare, Kulturveranstaltungen und Feste angeboten. Darüber hinaus sind Internetforen und Chaträume auf Esperanto verfügbar.

Ein internationaler Gastgeberdienst namens Pasporta Servo informiert über Esperantosprecher, die bereit sind, andere Esperantosprecher kostenlos für eine kurze Zeit bei sich übernachten zu lassen. Brieffreundschaften auf Esperanto vermitteln beispielsweise der Korrespondenzdienst Koresponda Servo Mondskala[7] und Edukado.net.[8] Weit wichtiger als Brieffreundschaften ist heute aber die Kommunikation per Internet über E-Mail, Mailingliste oder Voice over IP.

Die größten Esperanto-Organisationen in Deutschland sind mit etwa 1.600 Mitgliedern der Deutsche Esperanto-Bund sowie dessen Jugendorganisation, die Deutsche Esperanto-Jugend (DEJ), die mit ihren Orts-, Regional- und Landesverbänden etwa 130 Mitglieder hat. Der mit etwa 15.000 Mitgliedern größte weltweite Dachverband heißt Universala Esperanto-Asocio (Esperanto-Weltbund) mit Sitz in Rotterdam. Die DEJ ist als nationaler Verband der UEA-Jugendorganisation TEJO angeschlossen.

Veranstaltungsorte des Esperanto-Weltkongresses, der jährlich größten Veranstaltung mit je nach Land etwa tausend bis dreitausend Teilnehmern, waren zuletzt Reykjavík (2013), Buenos Aires (2014) und Lille (2015). Die nächsten Weltkongresse werden in Nitra (2016) und Seoul (2017) stattfinden. Daneben finden jährlich Hunderte kleinerer Veranstaltungen statt.

Nach der direkten Kommunikation unter Esperantisten ist die Esperanto-Literatur der häufigste Anwendungsbereich. Ein weiterer Bereich ist die Esperanto-Musik, das heißt Musik mit Texten in dieser Sprache.

Seit den 1920er Jahren gibt es einige regelmäßige Radio-Sendungen auf Esperanto, beispielsweise von Radio China International, Radio Vatikan und Radio Habana Cuba. Es wurden bis heute vier Spielfilme auf Esperanto hergestellt, darunter Inkubo mit William Shatner. Im Internet gab es zunächst private Seiten, später kamen größere Projekte hinzu (2001 die Esperanto-Wikipedia). Auf den Esperanto-Weltkongressen gibt es eine Sommer-Universität mit Vorträgen aus unterschiedlichen Wissensgebieten.

Anzahl der Sprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schätzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schätzungen gehen davon aus, dass in den über 125 Jahren seines Bestehens zwischen 5 und 15 Millionen Menschen Esperanto erlernt hätten.[9] Sprecher lebten vor allem in Europa, China, Japan und Brasilien.[10] Laut John R. Edwards gebe es in China bei einer Bevölkerungszahl von über einer Milliarde Menschen ca. 10.000 Esperanto-Sprecher (2004), von denen etwa 10 % die Sprache fließend beherrschten. Das entspräche dann einem Anteil von 0,0001 % der Bevölkerung.[11] Bei der ungarischen Volkszählung für 2011 gaben 8.397 Personen Esperanto-Kenntnisse an.[12] Bei einer Einwohnerzahl von etwa 10 Millionen entspricht das einem Anteil von 0,1 Prozent.

Der nunmehrige Präsident der Universala Esperanto-Asocio, Mark Fettes ging im Jahr 2003 von weniger als 150.000 Sprechern weltweit aus.[13] Rudolf Fischer, damals Vorsitzender des Deutschen Esperanto-Bundes (DEB), vermutete 2008: „Weltweit sprechen rund 100.000 Menschen fließend und regelmäßig Esperanto, davon leben etwa 2000 in Deutschland.“[14]

Das linguistische Sammelwerk Ethnologue gibt eine Zahl von zwei Millionen Esperanto-Sprechern an. Diese Zahl basiert auf zuletzt 1999 aktualisierten Schätzungen des Esperantisten Sidney S. Culbert für den World Almanac. Dieser konstruierte die Sprecher-Zahlen, die er weitergab, durch Gespräche mit lokalen Esperanto-Organisationen und rundete sie auf. Er erwähnt, dass dies so üblich sei und die Englisch-Sprecher ja auch masslos übertreiben würden.[15]

Der Esperanto-Weltbund (UEA) hatte 2011 insgesamt 5.321 Einzelmitglieder (davon 502 aus Deutschland) und 10.480 zusätzliche Mitglieder über seine weltweiten Landesverbände (davon 653 über den Deutschen Esperanto-Bund).[16]

Zwei Drittel der Einzelmitglieder des Esperanto-Weltbundes leben in Europa. Die Website der UEA verzeichnet Delegierte aus 120 Ländern.[17]

Beispiele für Esperanto-Sprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esperanto als zweite Muttersprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der italienische Esperanto-Aktivist und ehemalige Vorsitzende des Esperanto-Weltverbandes, Renato Corsetti behauptet, dass in mehreren hundert internationalen Familien Kinder neben einer anderen Sprache auch von Geburt an mit Esperanto aufwüchsen; 1996 seien etwa 350 solche Familien bei der „Familia Rondo“ des Esperanto-Weltbundes registriert.[18] Laut dem Linguisten Harald Haarmann wird Esperanto von „etlichen tausend Menschen“ weltweit als Muttersprache gesprochen.[19]

Anzahl der auf der Sprachlernseite Duolingo angemeldeten Esperanto-Lerner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sprachlernseite Duolingo bieten seit Ende Mai 2015 einen Esperanto-Sprachkurs für Englischsprachige an, den bis Ende Januar 2016 über 275.000 Lerner begonnen haben.[20] Etwa 0,7 % der Sprachlerner bei Duolingo (alle 13 Sprachen ohne Englisch) beginnen den Esperanto-Sprachkurs.[21]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte des Esperanto

Schaffung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1887 veröffentlichte Ludwik Lejzer Zamenhof in Warschau eine Broschüre mit den Grundlagen der neuen Sprache.[22][23] 1889 folgte eine Adressenliste mit den ersten Anhängern, außerdem wurde die auf Esperanto in Nürnberg herausgegebene Zeitschrift La Esperantisto gegründet.[24]

1898 gründete Louis de Beaufront eine französische Esperanto-Gesellschaft, die später der erste Esperanto-Landesverband wurde.[25] 1908 wurde die Universala Esperanto-Asocio (der Esperanto-Weltbund) gegründet.[26] Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges gab es Verbände oder zumindest Ortsgruppen auf allen Kontinenten.

Unterdrückung und Verfolgung in vielen Ländern ab 1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den beiden Weltkriegen kam es in mehr als einem Dutzend Ländern zu politischen Behinderungen. Im nationalsozialistischen Deutschland wurden alle Kunstsprachenvereinigungen verboten.[27] Unter Josef Stalins Herrschaft in der Sowjetunion gab es kein öffentlich bekannt gemachtes Verbot; der Geheimdienst NKWD listete zunächst u. a. „alle Menschen mit Auslandskontakten“ auf, dann „konnten die Verhaftungen beginnen“.[28] Ein Befehl von 1940 aus Litauen listet „Esperantisten“ neben Briefmarkensammlern unter den zu verhaftenden Personengruppen.[29] Die verhafteten Esperantosprecher wurden angeklagt‚ aktives Mitglied einer internationalen Spionageorganisation zu sein, die sich unter dem Namen „Vereinigung sowjetischer Esperantisten“ auf dem Territorium der UdSSR verborgen habe.[30] Das Schicksal der meisten bekannteren sowjetischen Esperantisten ist unbekannt, oder die Angaben sind ungenau. Ernest Dresen etwa soll 1937 erschossen worden sein. Nach anderen Angaben starb er in einem Lager.[31]

Zentralkomitee und Länderrat der Esperanto-Bewegung, im April 1926 auf einer gemeinsamen Sitzung in Locarno (Schweiz)
Ausstellung über Hundert Jahre Esperanto-Weltbund, Rotterdam 2008

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Kalten Krieges dauerte es längere Zeit, bis in den osteuropäischen Staaten Esperanto-Verbände gegründet werden konnten. Eine Ausnahme bildete Jugoslawien, wo bereits 1953 ein Esperanto-Weltkongress stattfand. 1959 fand in Warschau der erste Weltkongress in einem Land des Ostblocks statt. Nach und nach entwickelten sich Kontakte und Zusammenarbeit zwischen den Landesverbänden in Ost und West. 1980 durfte der chinesische Landesverband dem Esperanto-Weltbund beitreten.

Nach dem Fall der Berliner Mauer stieg die Zahl der Landesverbände im Weltbund.

Der Heilige Stuhl hat 1990 das Dokument Norme per la celebrazione della Messa in esperanto publiziert, welches eine Benutzung von Esperanto während der Messe erlaubt.[32][33] Die Bahai-Religion, die die Einführung einer Welthilfssprache – neben den Muttersprachen – als unerlässlich für den Weltfrieden betrachtet,[34] sieht in Esperanto einen wichtigen Beitrag in dieser Richtung, der von einem globalen, politisch legitimierten Gremium auszubauen ist.[35]

Esperanto als Unterrichtsfach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Unterricht von Esperanto in Schulen oder Hochschulen spielt für das Erlernen der Kunstsprache faktisch keine Rolle. Weit mehr Esperantosprecher haben vermutlich Esperanto in privaten Sprachkursen oder als Selbstlerner aus Lehrbüchern oder im Internet gelernt. Da jedoch keine auch nur halbwegs belastbaren Zahlen über Esperanto-Sprecher vorliegen, ist dies lediglich eine Vermutung.

Die Kultusministerkonferenz der Bundesrepublik Deutschland lehnte die Einführung von Esperanto als Pflichtfach ab, ließ aber den Esperanto-Schulunterricht in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften zu.[36]

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus lehnte 1980 die Einführung von Esperanto ebenso ab, erlaubte aber die Einrichtung von freien Arbeitsgemeinschaften am Gymnasium hinaus als Grundkursfach, sofern sich genügend Interessenten für diesen Unterricht finden.[37] Bis heute (2016) haben sich an keinem bayrischen Gymnasium genug Interessenten gefunden.

Nach Angaben aus dem Jahr 1982 wurde seinerzeit in 36 Ländern Esperanto-Unterricht aufgrund staatlicher Verfügungen erteilt. Dazu gehörten viele sozialistische Staaten, darunter Polen, Ungarn, Bulgarien und die baltischen Sowjetrepubliken. Hintergrund war wie auch in China die Tatsache, dass die damaligen sozialistischen Staaten nicht Englisch als de-facto-Weltsprache wollten und daher Esperanto unterstützten.[38] Anfang des 21. Jahrhunderts ist in Ungarn Esperanto als Prüfungsfach an höheren Schulen zugelassen. Es existieren kleinere Schulprojekte an Grundschulen wie das britische Springboard to Languages,[39] das an vier Grundschulen durchgeführt wird.

Lehrveranstaltungen an Universitäten gab es 1970 weltweit an 15 Hochschulen, 1980 an 51 und 1985 an 110 Hochschulen in 22 Ländern.[40][39] Nach einer Schätzung des Esperanto-Funktionärs Humphrey Tonkin aus dem Jahr 1984 erlernten an 32 chinesischen Universitäten 120.000 Studenten Esperanto, während gleichzeitig etwa 10 Millionen chinesische Studenten Englisch lernten.[41]

Der wichtigste Esperanto-Studiengang bestand zwischen 1969 und 2002 an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest. Ein zweijähriger Studiengang wird an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen angeboten (Stand 2013). Zwischen 1970 und 1999 war das North American Esperanto Summer Institute an der San Francisco State University angesiedelt, bevor es über die School for International Training in Vermont an die University of California, San Diego verlagert wurde. Dort finden seit 2009 keine Sommer-Esperanto-Kurse mehr statt,[42] sondern es wird nur noch angeboten, mit Hilfe von DVD und Internet selber Esperanto zu lernen.

Esperanto-Sprachgemeinschaft und Esperanto-Bewegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zamenhof hat schon in seinem ersten Lehrbuch 1887 deutlich unterschieden zwischen mehreren Zielen: Einerseits wollte er mit Esperanto eine rasch zu erlernende Sprache schaffen, die jeder „sofort zum Verkehr mit anderen Nationalitäten benutzen können“ muss, „ganz abgesehen davon in wie fern diese Sprache von der Welt anerkannt wird“. Andererseits wollte er ein Mittel zu raschen Verbreitung finden, um die Welt zu ermuntern „sofort und ‚en masse‘ von dieser Sprache, als von einer lebenden Sprache, Gebrauch zu machen“.[43]

Auf der Grundlage des ersten Ziels hat sich die sehr überschaubare Esperanto-Sprachgemeinschaft gebildet, aus dem zweiten entstand die Esperanto-Bewegung – fast ausschließlich Esperanto-Sprecher, die sich für die Verbreitung engagieren; dies soll durch Information und Werbung für Esperanto bei Einzelpersonen, in Medien usw. geschehen oder durch Engagement für Esperanto bei politischen Instanzen, etwa Schulbehörden, Europäische Union oder UNESCO.[44][45]

Kritik an Esperanto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen die Einführung von Esperanto als allgemein zu lernende internationale Sprache wurde unter anderem folgendes als Kritik vorgebracht:

  • Es gebe mit der englischen Sprache bereits eine funktionierende Weltsprache (Wolf Schneider, 1994).[46]
  • Die Deklination sei kompliziert und schließe das Adjektiv ein (Wolf Schneider, 1994).[46]
  • Eine „polnische“ Orthographie für den mehrheitlich „latino-romanischen“ Wortschatz führe zu einem fremden Schriftbild und häufigen Schreib- und Lesefehlern (colo ‚Zoll‘, aber kolo ‚Hals‘; caro ‚Zar‘, aber kara ‚lieb‘; deca ‚anständig‘, aber deka ‚zehnter‘; Edgar von Wahl, 1930).[47]
  • Die „polnische“ Betonung führe zu einem fremdartigen Klang, der Fehler provoziere (radío ‚Radio‘, regúlo ‚Regel‘, opéro ‚Oper‘; Edgar von Wahl, 1930).[47]
  • Die Einführung der slawischen Verbalaspekte stelle für Deutsche, Engländer und Japaner große Schwierigkeiten dar (Edgar von Wahl, 1930).[47]
  • Die „kindische Maskerade“ durch „seine willkürlichen Etiketten für grammatikalische Kategorien, wie die Endung -o für die Hauptwörter“, z. B. hundo ‚Hund‘, brusto ‚Brust‘, haŭto ‚Haut‘, Eŭropo ‚Europa‘, boao ‚Boa‘, knabo ‚Knabe‘ (Edgar von Wahl, 1930).[47]
  • Die Ableitungssilben des Esperanto führen zu Formen, die zu den „international bekannten Formen“ in Gegensatz stehen, z. B. redaktisto ‚Redakteur‘, redaktejo ‚Redaktion‘, publikigaĵo ‚Publikation‘, aliformigilo ‚Transformator‘, katolikismo ‚Katholizismus‘. Esperanto führt deshalb zusätzlich noch „quasi-internationale“ aber nicht regelmäßig abgeleitete Formen ein, z. B. redaktoro, redakcío, transformatoro. „Wo Esperanto international ist, ist es nicht regelmäßig, und wo es regelmäßig ist, ist es nicht international, sondern groteske Willkür.“ (Edgar von Wahl, 1930)[48]

Die genannten Kritikpunkte stammen teilweise aus einem Artikel von 1994 von Wolf Schneider. Zum anderen stammen sie aus dem Buch Occidental. Die Weltsprache aus dem Jahre 1930, in dem der frühere Esperantist Edgar von Wahl sein Sprachprojekt Occidental (später Interlingue; nicht zu verwechseln mit Interlingua, 1951) vorstellt.

Esperanto als Stilmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuweilen wird Esperanto in der Kunst verwendet. In Charlie Chaplins Der große Diktator sind die Ladenaufschriften im jüdischen Ghetto auf Esperanto,[49] und in Idiot's Delight mit Clark Gable wird in einer unbenannten europäischen Diktatur Esperanto gesprochen – man wollte nicht ein bestimmtes Land darstellen und wich daher auf die neutrale Sprache aus. Ähnlich war es bei Street Fighter (1994) und Blade: Trinity (2004).

Der 1965 publizierte Art-House-Horrorfilm Inkubo des US-amerikanischen Regisseurs Leslie Stevens mit dem damals noch unbekannten William Shatner in der Hauptrolle gilt bis heute als eine der seltsamsten Produktionen der Filmgeschichte, nicht zuletzt deshalb, weil der gesamte Dialog in Esperanto verfasst wurde. Der Film existiert ansonsten nur mit Untertiteln.

In der Science-Fiction-Literatur wird Esperanto vereinzelt als die Hauptsprache einer fernen Zukunft genutzt, beispielsweise im Flusswelt-Zyklus von Philip José Farmer. Auch im Stahlrattenzyklus des SF-Autors Harry Harrison spielt Esperanto die Rolle einer intergalaktischen Verkehrssprache. Teilweise sind Orte und Personen mit Esperantoworten benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachwissenschaft

  • Detlev Blanke: Internationale Plansprachen. Eine Einführung (= Sammlung Akademie-Verlag. 34, Sprache). Akademie-Verlag 1985, ISSN 0138-550X. S. 219–292 (Kapitel 4: Esperanto) und S. 337–367 (Kapitel 6: Bibliografie, 6.3.12–6.3.22).
  • Benoît Philippe: Sprachwandel bei einer Plansprache am Beispiel des Esperanto. Hartung-Gorre, Konstanz 1991, ISBN 3-89191-480-6 (Zugleich Dissertation an der Universität Konstanz 1991).
  • Pierre Janton: Einführung in die Esperantologie. 2. Auflage. Olms, Hildesheim 1993, ISBN 3-487-06541-X.

Geschichte

  • Ulrich Lins: Die gefährliche Sprache. Die Verfolgung der Esperantisten unter Hitler und Stalin. Bleicher, Gerlingen/Stuttgart 1988, ISBN 3-88350-023-2.
  • Hans-Dieter Kuhn: Die Plansprachen Volapük und Esperanto in Konstanz. Geschichte und lokale Ereignisse. Hartung-Gorre, Konstanz 2010, ISBN 978-3-86628-357-2.

Wörterbücher

  • Erich-Dieter Krause: Großes Wörterbuch Esperanto-Deutsch. Buske, Hamburg 1999, ISBN 3-87548-193-3.
  • Erich-Dieter Krause: Großes Wörterbuch Deutsch-Esperanto. Buske, Hamburg 2007, ISBN 978-3-87548-466-3.
  • Ulrich Matthias, Dietrich M. Weidmann: Kleines Wörterbuch Deutsch-Esperanto / Esperanto-Deutsch. Marix, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-86539-182-7.
  • tatoeba, ein vielsprachiges Sätze-Wörterbuch. Esperanto ist darin mit etwa 400.000 Beispielsätzen vertreten.

Lehrbücher und Grammatiken

  • Detlev Blanke, Till Dahlenburg: Konversationsbuch Deutsch-Esperanto. Enzyklopädie, Leipzig 1990, ISBN 3-324-00508-6.
  • Klaus Dahmann, Thomas Pusch: Esperanto Wort für Wort. Band 56. Kauderwelsch, 1998, ISBN 3-89416-246-5 (Sprachführer mit Grammatik und Wortliste).
  • Eckhard Bick u. a.: Tesi, la testudo. Esperanto-Lehrbuch / Intensa lernolibro. 3. Auflage. EsperantoLand, Berlin 2006.
  • Dirk Willkommen: Esperanto-Grammatik. Eine Lerner- und Referenzgrammatik. 2. Auflage. Buske, Hamburg 2007, ISBN 3-87548-244-1.
  • Hermann Göhl: Ausführliche Sprachlehre des Esperanto. Lehr- und Nachschlagewerk für Fortgeschrittene. Esperanto-Verband im Kulturbund der DDR, Berlin (Ost) 1989 (Eine sehr detaillierte Darstellung der Struktur des Esperantos, der 2. Nachdruck der Auflage von 1932).
  • Arthur Degen,Kun bildoj de Ernst Kutzer: Esperanto Lernolibro por popollernejoj. Ferdinand Hirt & Sohn, Leipzig 1930.
  • Heike Pahlow: Esperanto – einfach, kompakt und übersichtlich. Engelsdorfer, Leipzig 2016, ISBN 978-3-96008-386-3.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Esperanto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Esperanto – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Wikiquote: Esperanto – Zitate
 Wikibooks: Esperanto – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die deutsche Ausgabe des sogenannten Unua Libro erschien am 24. November 1887, die erste, russische Ausgabe am 26. Juli (beides greg. Kalender). Adam Zakrzewski: Historio de Esperanto 1887–1912. Fotorepreso de la eldono Varsovio, 1913, 2. Auflage. Varsovio (Warschau) 1979.
  2. Dr. Esperanto (ps.; L. L. Zamenhof). Internationale Sprache. Warschau. 1887
  3. Hier z. B. in Esperanto stets dom-, im Deutschen Haus-/Häus-
  4. Etwa do, ho oder po sowie da, ja und la
  5. Esperantisten in aller Welt
  6. Bsp. aus dem Deutschen: nun, for (aus: fort), ja, knabo, lando (auch engl.); engl.: birdo, rivero, teamo, boato
  7. Koresponda Servo Mondskala (Memento vom 18. Dezember 2009 im Internet Archive)
  8. Edukado.net
  9. Der Fischer Weltalmanach ’84, Frankfurt/Main 1983 (ähnlich in anderen Jahren) schreibt, dass es „3–16 Millionen“ zweitsprachliche Esperanto-Sprecher gebe. Die Fußnote beruft sich auf Schätzungen von 3 bis 5 Millionen (Decsy, Universität Hamburg) bis 14–16 Millionen (Mario Pei, Universität New York). Mario Pei schreibt in One Language for the world. New York (Biblo and Tannen). 1968, p. 200: „The number of Esperanto speakers throughout the world today comes close to half a million (though something like eight million are said to have some acquaintance with the language) (...)“.
  10. Michael Byram und Adelheid Hu: Routledge Encyclopedia of Language Teaching and Learning. 2. Auflage. Taylor and Francis, Hoboken 2013, ISBN 9781136235542, S. 228.
  11. John R. Edwards: Minority Languages and Group Identity. Cases and Categories. Benjamins, Amsterdam 2010, ISBN 9789027288684, S. 183.
  12. Ungarische Volkszählung, Esperanto-Kenntnisse 1990–2011
  13. Mark Fettes: The geostrategies of interlingualism. In: Jacques Maurais u. Michael A. Morris (Hrsg.): Languages in a globalising world. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-53354-6, S. 37–46, hier: S. 43.
  14. n-tv
  15. Vgl. Brief von Culbert an World Almanac. Zu Culberts Methoden siehe auch Number of Esperantists (methods). panix.com. 24. Oktober 1989. Abgerufen am 8. Juni 2013. und Aantal Esperanto-sprekenden? (Memento vom 4. Februar 2014 im Internet Archive)
  16. Esperanto-Weltbund Gazetara komuniko n-ro 449 (2012-03-22): UEA retenis la membronombron. Auch in: Revuo Esperanto, aprilo 2012
  17. „Was ist UEA?“
  18. Corsetti, Renato (1996). A mother tongue spoken mainly by fathers. Language Problems and Language Planning 20: 3, 263–273
  19. Harald Haarmann: Kleines Lexikon der Sprachen. Von Albanisch bis Zulu (= beck'sche reihe. Nr. 1432). Beck 2001, ISBN 3-406-47558-2, ISSN 0932-5352, S. 115 f. (Online auf fischer-zim.ch [abgerufen am 4. August 2015]).
  20. Duolingo: Learn Esperanto
  21. Täglicher Zuwachs bei Esperanto etwa 500 bis 1000 Lerner. Statistik auf Esperanto-Wikipedia: Duolingo
  22. Дръ Эсперанто: международный языкъ, 1887 (erschien als Reprint 1992 in Moskau)
  23. Dr. Esperanto: Język międzynarodny, 1887 (erschien als Reprint 1984 in Warschau)
  24. La Esperantisto. Gazeto de la amikoj de la lingvo Esperanto 1889–1895, Georg Olms Verlag, 1988, ISBN 3-487-09062-7.
  25. Enciklopedio de Esperanto, S. 41, Stichwort Beaufront
  26. Enciklopedio de Esperanto, S. 546, Stichwort UEA
  27. Siehe Ulrich Lins: Die gefährliche Sprache. Die Verfolgung der Esperantisten unter Hitler und Stalin. Bleicher, Gerlingen 1988. Das Verbot des Unterrichts in deutschen Schulen findet sich auf S. 104, das Verbot für Parteigenossen, Mitglied in Esperanto-Verbänden zu sein, auf S. 110, von dem Himmlerschen Erlass mit der Aufforderung zur Selbstauflösung des DEB ist auf S. 111 zu lesen.
  28. Lins: Die gefährliche Sprache. Gerlingen 1988, S. 221 u. 222.
  29. Lins, Die gefährliche Sprache, S. 222
  30. Lins, Die gefährliche Sprache, S. 220.
  31. Lins, Die gefährliche Sprache, S. 219.
  32. La dekreto pri la normoj por la celebro de la Meso en esperanto (Esperanto und Italienisch) IKUE. Archiviert vom Original am 19. August 2012. Abgerufen am 2. Dezember 2015.
  33. La dekreto por la aprobo de la Meslibro kaj Legaĵaro en Esperanto (Esperanto und Latein) IKUE. Archiviert vom Original am 19. August 2012. Abgerufen am 2. Dezember 2015.
  34. Es obliegt den Herrschern der Welt ... oder den Ministern der Erde, miteinander zu beraten und eine der bestehenden Sprachen oder eine neue Sprache auszuwählen, die den Kindern in allen Schulen der Welt gelehrt werden soll, und ebenso eine Schrift. So wird die ganze Erde schließlich als ein einziges Land betrachtet werden. Bahá'u'lláh: Botschaften aus Akka. Langenhain 1982. (3:6)
  35. Die für Esperanto aufgewendete Liebe und Mühe wird nicht verloren sein, aber eine Einzelperson kann nicht eine universale Sprache ausarbeiten. Sie muss von einem Rat, der alle Länder vertritt, geschaffen werden und Wörter aus verschiedenen Sprachen beinhalten. Die einfachsten Regeln sollen gelten und es wird keine Ausnahmen geben, auch keine Geschlechtswörter oder besondere und stumme Laute. Jede Sache wird nur eine Bezeichnung haben. Abdu’l Baha: ‘Abdu’l-Bahá in London. London 1982., S. 94. Die Tochter Zamenhofs, Lydia, war Anhängerin der Bahá'í-Religion und hat einige wichtige Bahá'í-Texte ins Esperanto übertragen Heller: Lidia. The life of Lidia Zamenhof, Daughter of Esperanto. Oxford 1985.Meyjes, Gerogry Paul, ed.: The Greatest Instrument for Promoting Harmony and Civilization: Excerpts from the Bahá'í Writings and Related Sources on the Question of an International Auxiliary Language. Oxford 2015, ISBN 978-0-85398-591-4., vgl. auch https://www.bic.org/statements/wendezeit-fur-die-nationen#OS4vY7YtrdOQD7r3.97, Abschnitt III.A.4. Welthilfssprache und gemeinsame Schrift
  36. Beschluss erwähnt in der Antwort auf eine parl. Anfrage von 1980, Seite 2 (PDF; 117 kB)
  37. Antwort (PDF; 117 kB) vom 4. Juli 1980 auf eine Anfrage im Bayerischen Landtag, Drucksache 9/6006, S. 2
  38. Alicja Sakaguchi: Der Weg von einem Sprachprojekt zu einer lebenden Welthilfssprache. Einige Aspekte des Statuswandels, dargestellt am Beispiel des Esperanto. In: Ulrich Ammon und Marlis Hellinger (Hrsg.). Status Change of Languages. De Gruyter, Berlin 1992, ISBN 9783110126686 (Grundlagen der Kommunikation und Kognition / Foundations of Communication and Cognition), S. 505; Torsten Bendias: Die Esperanto-Jugend in der DDR. Zur Praxis und Lebenswelt sozialer Strömungen im Staatssozialismus. LIT-Verl, Berlin 2011, ISBN 9783643112910, S. 143.
  39. a b Michael Byram und Adelheid Hu: Routledge Encyclopedia of Language Teaching and Learning. 2. Auflage. Taylor and Francis, Hoboken 2013, ISBN 9781136235542, S. 229.
  40. Pierre Janton (Hrsg.): Esperanto. Language, literature, and community. State Univ. of New York Press, Albany, NY 1993, ISBN 9780791412541, S. 124.
  41. John Edwards und Lynn MacPherson: Views of Constructed Languages, with Special Reference to Esperanto. An Experimental Study. In: Humphrey Tonkin (Hrsg.). Esperanto, Interlinguistics, and Planned Language. Univ. Press of America, Lanham, Md. 1997, ISBN 9780761808473 (Papers of the Center for Research and Documentation on World Language Problems. 5), S. 95. Die Zahl der chinesischen Studenten, die Englisch erlernten, betrug zu diesem Zeitpunkt 10 Millionen. (John R. Edwards: Minority Languages and Group Identity. Cases and Categories. Benjamins, Amsterdam 2010, ISBN 9789027288684, S. 183.)
  42. Hinweis auf der Seite der Universität, PDF
  43. Dr. Esperanto (ps.; L. L. Zamenhof): Internationale Sprache. Warschau 1887.
  44. Vgl. etwa die damalige Annahme des Linguisten und Fachmanns für Sprachpolitik Jürgen Trabant, bei Esperanto fehle die Literatur völlig, im Gespräch mit dem Goethe-Institut, 2011. Ähnlich ein Artikel der „Zeit“, „Weltprojekte: Forschung für Milliarden“, in dem im Januar 2008 bewiesen wurde: „Kunstsprachen leben nicht.
  45. Wiener Zeitung: Wer spricht Esperanto?: „Trotz 120 Jahren Existenz und zahlreicher Versuche hat sich die Plansprache nicht breitenwirksam durchsetzen können und fristet nach wie vor nur ein Liebhaberdasein.“
  46. a b Wolf Schneider: NZZ Folio 10/94 Nachruf aufs Esperanto, abgerufen am 1. November 2014.
  47. a b c d Edgar von Wahl: Wege und Irrwege zur Weltsprache. In: Occidental. Die Weltsprache. 3. Aufl. Stuttgart (Franckh'sche Verlagshandlung). 1950; s. a. S. 23. (Erstauflage 1930)
  48. Edgar von Wahl: Wege und Irrwege zur Weltsprache. In: Occidental. Die Weltsprache. 3. Aufl. Stuttgart (Franckh'sche Verlagshandlung). 1950; s. a. S. 24
  49. Vgl. z. B. den Ausschnitt aus dem Der Große Diktator (HD-Trailer).